Vorwürfe gegen das Bezirksamt
Unmut wegen Verkehr in der Gartenstadt wächst

Der tägliche Durchgangsverkehr in der Gartenstadt Neu-Tempelhof ist eine schwere Belastung für die rund 16 000 Anwohner. In einer Rundmail macht die für eine Verkehrsberuhigung kämpfende Einwohnerinitiative dem Bezirksamt Vorwürfe, das Problem weitgehend zu ignorieren.

„Vor nunmehr sieben Wochen, am 11. März 2019, hatte ich gegen den Durchgangsverkehr in unserer Wohnsiedlung einen Hilferuf an Sie alle gerichtet. Da die Verantwortung für die bezirkliche Verkehrspolitik bei den Grünen liegt, umfasste der Verteiler unseres Schreibens die für den Verkehr zuständigen Politiker Ihrer Partei auf Bezirks- und Landesebene, sowie die jeweiligen Partei- und Fraktionsvorstände. Ich will Sie darauf aufmerksam machen, dass bis heute von keinem der insgesamt 36 Adressaten eine Antwort einging“, beschwert sich Ulli Kulke von der Einwohnerinitiative.

„Notorisch unzumutbar“ seien die Zustände, schreibt er. Und weiter: „Die Unzufriedenheit über die komplette Nichtbeachtung, mit der die von Ihnen zu verantwortende Bezirkspolitik unserem massiven Verkehrsproblem begegnet, ist im gesamten Reihenhaus-Viertel inzwischen enorm. Sie wächst nahezu täglich, gemeinsam mit der weiteren Zunahme des Pendlerverkehrs. Der Zulauf zu entsprechenden Einwohnerversammlungen bestätigt dies.“

Er selbst habe am 25. März zwischen 15.21 und 16.21 Uhr privat eine Verkehrszählung an der Kreuzung Manfred-von-Richthofen-Straße, Ecke Thuyring durchgeführt. Ergebnis: 754 Autos, die an der Stelle vorbeiflitzten. „Da die nachmittägliche Rushhour hier stets gut drei Stunden anhält, kann davon ausgegangen werden, dass allein in den Nachmittagsstunden über 2000 Autos verkehren – wohlgemerkt in einer reinen Wohnstraße“, erklärt Kulke.

Autor:

Philipp Hartmann aus Tempelhof

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