Das Warten hat ein Ende
Wasserrohr unter der Güntzelstraße wird endlich geflickt

Seit vier Monaten präsentiert sich den Anwohnern rund um die Kreuzung Güntzelstraße/Prinzregentenstraße ein wüstes Bild, jetzt ist ein Ende der Dauerbaustelle in Sicht.
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Wegen eines Wasserrohrbruchs mussten die Berliner Wasserbetriebe die Kreuzung Güntzelstraße und Prinzregentenstraße sperren. Seit vier Monaten belastet die große Baustelle nun schon die Anwohner in dem Kiez östlich der Bundesallee – weil die Genehmigung für die nötige Grundwasserabsenkung auf sich warten ließ.

Die Baustelle reicht in alle vier Zubringer der Kreuzung ein gutes Stück weit hinein, der Straßenbelag ist aufgerissen, dicke Rohre liegen herum, eine elektrische Pumpe befördert seit Kurzem Grundwasser in ein Becken, auch sonntags. Das sich stets nur wenig ändernde Bild einer Dauerbaustelle präsentiert sich den Anwohnern nun schon seit mehr als vier Monaten. Autofahrer, egal aus welcher Richtung sie kommen, müssen frustriert umdrehen, Fußgänger und Fahrradfahrer können sich über die Gehwege durchkämpfen. Bereits Ende Februar stellten die Wasserbetriebe das Leck im Untergrund fest und lokalisierten die undichte Stelle auch schnell. Danach begann das lange Warten auf die Genehmigung von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz für die Absenkung des Grundwassers. Eine Maßnahme, die für die Arbeiten in drei Metern Tiefe unabdingbar ist.

Die Wartezeit auf das "Go" der Wasserbehörde erscheint lange, unproblematisch ist die Absenkung allerdings auch nicht. Astrid Hackenesch-Rump, Pressesprecherin der Wasserbetriebe, erklärte auf Nachfrage, warum: "Senkt man das Grundwasser ab, ändern sich die Druckverhältnisse im Untergrund. Das kann Auswirkungen auf das statische Verhalten der umliegenden Gebäude haben." Mittlerweile ist die Genehmigung erteilt, die Instandsetzungsarbeiten laufen seit Juni und damit der Kanal trocken bleibt, pumpt der Generator eben auch sonntags Wasser ans Tageslicht. 30 bis 40 Messpunkte haben die Wasserbetriebe aufgebaut, um Veränderungen im Untergrund und damit mögliche Folgen für die Statik mitzubekommen. Derzeit seien die Arbeiter bereits mit dem Verschweißen des neuen Rohrabschnitts mit dem alten Netz beschäftigt, sagte die Sprecherin. "Für Freitag, 12. Juli, ist eine Befüllungsprobe geplant. Bleibt das Rohr dicht, kann der Kanal innerhalb von zwei bis drei Wochen wieder verfüllt und anschließend asphaltiert werden. Wenn nicht, werden wir erst im August fertig."

In Berlin läuft das Abwasser durch Kanäle im freien Gefälle an den tiefsten Punkt im Untergrund. Von dort wird es dann über ein Pumpwerk, in diesem Fall steht es am Hohenzollerndamm, und Druckleitungen ins Klärwerk befördert.

Autor:

Matthias Vogel aus Charlottenburg

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