Nachfrage nach Reparaturen kann aktuell nicht abgearbeitet werden
Ganz-Mach-Laden sucht Helfer

Im Ganz-Mach-Laden sind Geschick und Können gefragt.
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Der Ganz-Mach-Laden, Oranienburger Straße 221, sucht dringend Menschen, die regelmäßig Hand anlegen beim Reparieren defekter Geräte.

Eine gute Idee muss nicht unbedingt zur Folge haben, dass es anschließend gut läuft. Mehr als sechs Jahre gibt es den Ganz-Mach-Laden, in dem gegen kleines Geld defekte Geräte zur Reparatur gegeben werden können. Doch inzwischen hofft man dort mehr auf Mitstreiter, die ehrenamtlich Hand anlegen, als auf Kunden, die die Reparatur defekter Schalter oder verstaubter Ventilatoren wünschen.

Als das Thema Nachhaltigkeit in die öffentliche Debatte kam, entstanden überall „Repair-Werkstätten“. Die Idee dahinter: Nicht jedes Gerät, das nicht mehr funktioniert, gehört auf den Müll. Oft reichen wenige Handgriffe oder der Austausch eines kleinen Teils, um es wieder zum Laufen zu bringen. Vorteile sind weniger Müll und weniger Verbrauch von Energie und Ressourcen zur Herstellung neuer Produkte, wenn die alten noch zu gebrauchen sind.

Doch wenn der Ganz-Mach-Laden um Mitarbeiter wirbt, kommt bei den Interessenten nur eines an: Dort lässt sich für wenig Geld viel Reparieren. Das Ergebnis: Die Wartezeiten werden immer länger. Im Lager liegen noch Geräte aus der Zeit, als der Laden zu Beginn des Jahres aus der Trettachzeile an die Oranienburger Straße zog. Und auch dort ist man so gefragt, dass die Mitarbeiter nur mit Vornamen angesprochen werden möchten. Sie fürchten, sich sonst auch privat vor Anfragen nicht mehr retten zu können.

Praktika für berufliche Orientierung
werden angeboten

Frank, der den Laden koordiniert, versucht die Mitarbeit im Laden auch institutionell interessant zu machen: „Wir bieten Arbeitssuchenden im Rahmen eines Praktikums eine berufliche Orientierung und Qualifizierung, die den Einstieg ins Arbeitsleben oder eine Ausbildung erleichtern sollen.“ Er kann sich auch vorstellen, dass freie Träger, die Menschen auf Beruf oder Ausbildung vorbereiten, ihre Klientel zu den sieben Arbeitsplätzen in dem Laden schicken.

Wichtig ist den Leuten im Ganz-Mach-Laden eine gewisse Kontinuität. Es reicht nicht, dass ein handwerklich begabter Mensch ab und zu nach Lust und Laune vorbeischaut. Auf diese Weise könnten die Aufträge kaum noch abgearbeitet werden. Dabei wird auf individuelle Zeit-Bedürfnisse Rücksicht genommen.

Der Ganz-Mach-Laden, Oranienburger Straße 221 ist dienstags bis freitags jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Interessenten für eine Mitarbeit können sich auch unter 85 97 98 05 melden. Auch das Ehrenamtsbüro im Rathaus, Eichborndamm 215-239, Raum 26, würde gerne Helfer an den Ganz-Mach-Laden vermitteln. Es ist montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 12 Uhr und dienstags von 14 bis 16 Uhr sowie zusätzlich donnerstags von 16 bis 18 Uhr (dann in Raum 261) geöffnet. Termine können auch unter 902 94 51 08 vereinbart werden.

Autor:

Christian Schindler aus Reinickendorf

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