Baby tot aufgefunden

Reste des Absperrbanners zeigen immer noch an, wo der Leichnam lag.
  • Reste des Absperrbanners zeigen immer noch an, wo der Leichnam lag.
  • Foto: Thomas Schubert
  • hochgeladen von Thomas Schubert

Schmargendorf. Bei seiner Geburt war er offenbar kerngesund. Doch der kleine Junge, den ein Passant tot am Eisstadion fand, kam sehr wahrscheinlich gewaltsam ums Leben. Nun rätseln die Ermittler über die Hintergründe der Tötung. Und bitten öffentlich um Hilfe.

Als Spezialisten am 12. Mai eine kleine Trage mit verschlossner Plane aus dem Gebüsch rollten, ahnten Passanten schon, dass hier am Eisstadion in der Fritz-Wildung-Straße eine grauenerregende Tat geschehen sein muss. Tatsächlich bestätigte sich der Verdacht noch am gleichen Tag. So teilte die Polizei mit: Ein Säugling habe tot im Gebüsch gelegen, als der Hund eines 27-jährigen Spaziergängers den Leichnam erschnüffelte.

Die sofortige Autopsie des kleinen Jungen ergab, dass keine natürlichen Todesursachen in Frage kommen. Prompt begann die Polizei am Tatort mit einer Spurensuche und ließ „Mantrailer“-Hunde nach einer Fährte schnuppern – ohne brauchbares Ergebnis. Da der oder die Täter den Leichnam wahrscheinlich schon vor mehreren Tagen am Fundort abgelegt hatten, brauchen die Ermittler nun Hinweise aus der Bevölkerung betreffend der ersten Maiwoche.

Wer kann Angaben zum Kind machen? Wem sind Anfang Mai Personen aufgefallen, die möglicherweise mit dem Tod und dem Fortschaffen des Kindes in Verbindung stehen könnten? Wer kennt Frauen, die in letzter Zeit schwanger waren und nun kein Baby haben? Wer hat im Park neben dem Eisstadion ungewöhnliche Beobachtungen gemacht? So lauten die Hauptfragen. Sie finden sich auch auf Plakaten wieder, die derzeit in der Nachbarschaft verbreitet werden. Wer Antworten geben kann, sollte sich umgehend beim Landeskriminalamt 113 in der Keithstraße 30, 10787 Berlin, oder in einer anderen Polizeidienststelle melden. Kontakt erhält man per E-Mail unter lka113-hinweis@polizei.berlin.de oder unter  46 64 91 13 33.

Update: Wie die Polizei inzwischen bekannt gab, war das Baby in ein rotes Handtuch eingewickelt. Dieses wurde mit dem toten Neugeborenen in dem Gebüsch gefunden.
Zudem hat sich nun eine Zeugin gemeldet, der am Morgen des 12. Mai bei der Suche nach einem Parkplatz in der Fritz-Wildung-Straße zwei Personen aufgefallen sind. Die beiden, ein Mann und eine Frau, sind gegen 8.15 Uhr zu Fuß aus dem Park gekommen. Das Paar lief Hand in Hand, und die Frau machte auf die Autofahrerin einen erschöpften, verstörten Eindruck. tsc

Autor:

Thomas Schubert aus Charlottenburg

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