"Das ist nicht in Ordnung"
Protest bei Karstadt Sports

Mehrere hundert Beschäftigte von Karstadt Sports haben am 30. Juli vor der Zentrale des Filial-Eigentümers demonstriert. Ihre Filialen stehen vor dem Aus.

Zahlreiche Teilnehmer waren zu dieser von der Gewerkschaft Verdi organisierten Protestaktion vor der Signa-Zentrale des Eigentümers an der Kantstraße aus dem gesamten Bundesgebiet angereist. „Der Eigentümer will mit aller Macht das Unternehmen sanieren, damit es dann in wenigen Monaten mit der Sport-Scheck-GmbH verschmelzen kann", ist Verdi-Landesbezirksleiter Fran Wolf überzeugt. "Es ist doch klar, dass diese Sanierung zulasten der Beschäftigten geht, die jetzt die Zeche für eine misslungene Unternehmenspolitik und für die anstehende Sanierung zahlen sollen. Das ist nicht in Ordnung." Frank Wolf appellierte bei der Kundgebung am 30. Juli deshalb an die soziale Verantwortung der Arbeitgeber.

Verdi will erreichen, dass möglichst viele Standorte und Arbeitsplätze gerettet werden. Außerdem fordert die Gewerkschaft die Finanzierung der tarifvertraglich vereinbarten Transfergesellschaft für die von einer Kündigung bedrohten Beschäftigten. Bislang sei das Unternehmen nicht bereit, sich an einer Transfergesellschaft für die Beschäftigten zu beteiligen, die ihren Arbeitsplatz verlieren werden, heißt es bei Verdi.

Das Unternehmen plant, wie berichtet, 20 von 30 Karstadt Sports-Filialen bundesweit zu schließen, rund 700 Beschäftigten droht damit der Verlust ihres Arbeitsplatzes. In Berlin ist die Schließung der Karstadt Sports-Filiale an der Joachimsthaler Straße geplant. Dort arbeiten rund 60 Beschäftigte.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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