Schauen, wer zum Essen kommt
Klappt die kostenlose Schulverpflegung?

Nach dem Ende der Ferien wird es eine weitere Neuheit im Schulalltag geben – die kostenlose Mittagsverpflegung. Sie soll allen Grundschülern zugute kommen.

Das bedeutet wahrscheinlich: Die meisten werden davon Gebrauch machen. Was für einige logistische Herausforderungen sorgt. "Genügend Teller und Besteck haben wir geordert", sagt Friedrichshain-Kreuzbergs Schulstadtrat Andy Hehmke (SPD). Aber das sei noch das geringste Problem. Eher gehe es darum, wie der Mittagstisch künftig organisiert wird.

Bauliche Veränderungen habe es dafür in den Schulen im Bezirk, wenn überhaupt, nur in geringem Umfang gegeben, so Hehmke. Zum einen schon deshalb, weil die Zeit seit dem Beschluss im April zu kurz gewesen sei. Außerdem sei es wenig sinnvoll, an einem Standort umzubauen, der hoffentlich über kurz oder lang für eine Sanierung oder einen Anbau im Rahmen der Schulbauoffensive ansteht. Und schließlich: Wo, vor allem in welchen Friedrichshainer Schulen kann überhaupt noch Platz für zusätzliche Mittagesser geschaffen werden, wenn die vorhandenen Räume kaum für den Unterricht ausreichen?

In diesem Ortsteil hat allerdings schon jetzt ein Großteil der Schüler auf die warme Mahlzeit zurückgegriffen. In Kreuzberg waren es weniger. Wo die Nachfrage sehr hoch war, musste bereits in mehreren Etappen gegessen werden. Spitzenreiter war, laut Andy Hehmke, bisher die Zille-Grundschule an der Boxhagener Straße. Sie bot acht verschiedene Mahl-Zeiten an.

Abfrage bei Schülern und Eltern

Die müssen, wenn auch nicht so extrem, jetzt auch an anderen Standorten ausgeweitet werden. Nicht nur deshalb rechnet auch der Stadtrat zu Beginn mit den einen oder anderen Schwierigkeiten, die sich dann aber hoffentlich einspielen.

Um auf die Nachfrage vorbereitet zu sein, sollten die Schulen vor den Ferien die Kinder, beziehungsweise ihre Eltern befragen, ob sie das Angebot annehmen. Damit auch die Caterer einigermaßen Planungssicherheit haben. Aber selbst wenn das durchgehend passiert sein sollte, bleiben Unwägbarkeiten. Nicht zuletzt der Geschmack der Schülerinnen und Schüler. Ob kostenlos oder nicht, sie werden auf das Essen vor allem dann zurückgreifen, wenn es ihnen schmeckt.

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