Weihnachten ohne Gestank
Rohrprobleme an der Palisadenstraße sind endlich gelöst

Abwasser im Keller.
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Seit dem Nikolaustag scheint der Schaden behoben. Es fließt kein Abwasser mehr in den Keller. Auch die Geruchsbelästigung ist seither minimiert.

Immerhin nach ziemlich genau zwei Monaten. So lange mussten die Bewohner in einem Haus an der Palisadenstraße mit Pfützen und Gestank im Treppenhaus leben. Eine lange Odyssee, nicht nur für Mieter Frank Arnsburg.

Der 78-Jährige hatte die Berliner Woche Ende November über die Probleme informiert. Ein Vor-Ort-Termin bestätigte seine Angaben: typischer Kloakenduft und Pfützen im Souterrain. Und das seit Anfang Oktober.

Frank Arnsburg vermutet als Ursache einen Rohrbruch. Er haben auch schon einiges versucht, um auf den Missstand hinzuweisen. Der Mann erzählte das noch immer im ruhigen Ton. Erst auf Nachfrage räumte er ein, dass er inzwischen "sauer" sei.

Die Wohnungsbaugesellschaft WBM wäre auch ziemlich schnell informiert worden, berichtete er damals. Jetzt hänge es wohl an den Wasserbetrieben. Aber irgendwie herrsche der Eindruck vor, als würden die Schwierigkeiten nicht unbedingt die allerhöchste Priorität genießen. Auch nicht beim Gesundheitsamt. Dort sei er darauf hingewiesen worden, es müsse erst einmal eine Frist zum Beheben der Ursache gesetzt werden. Erst dann könne man weitersehen.

Zunächst nachhaken bei den Wasserbetrieben. Deren Sprecher Stephan Natz machte sich kundig und teilte dann mit, seinem Unternehmen liege keine Schadensmeldung wegen eines Rohrbruchs an der Palisadenstraße vor. Wäre es so, würde der selbstverständlich umgehend behoben. Es sei denn, das Leck in der Leitung liege nicht im Verantwortungsbereich.

Als nächstes Anfrage bei der WBM. Dort war das Problem bekannt und hat sich dann mit dem Einsatz an Nikolaus gelöst, wie Sprecher Christoph Lang mitteilte.

Sein Ablauf der Geschichte ging so: Erste Störungen im Abfluss seien bereits im September aufgetreten. Die seien zunächst repariert worden, traten aber im Oktober erneut auf. In der Folge hätte sich auch herausgestellt, dass die Wasserbetriebe nicht zuständig waren. Deshalb musste der Auftrag durch die WBM vergeben werden und sei am 6. Dezember abgearbeitet worden. Als Ursache wurde auch kein Rohrbruch, sondern Fettablagerungen ausgemacht.

Die Situation für die Mieter wäre natürlich Sch... gewesen, räumt Christoph Lang ein. Aber jetzt sei der Schaden behoben, außerdem werde gründlich gereinigt.

Noch wäre nicht alle Feuchtigkeit aus dem Keller verschwunden, erzählte Frank Arnsburg vier Tage nach der Reparatur. Gleichzeitig bestätigte er: Es gebe keinen Gestank mehr.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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