Brückenschlag über die Dahme
Bezirk soll sich für eine neue Verkehrsverbindung nach Grünau einsetzen

Einzige Verbindung über die Dahme ist derzeit eine Elektrofähre für Fußgänger und Radler.
  • Einzige Verbindung über die Dahme ist derzeit eine Elektrofähre für Fußgänger und Radler.
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In Wendenschloß wird gebaut. Im kommenden Jahr stellt die Degewo 172 Neubauwohnungen mit 70 Tiefgaragenstellplätzen fertig. Auch die Autos dieser neuen Nachbarn werden zur Verschärfung der Verkehrssituation beitragen. 

„Eine Brücke über die Dahme zwischen Wendenschloß und Grünau wäre eine Lösung. Deshalb setzt sich unsere Fraktion für einen Brückenbau in diesem Bereich ein“, erklärt Wolfgang Knack, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung. Bereits im März hatten die Christdemokraten einen Antrag eingebracht, mit dem der Bezirk aufgefordert wird, sich beim Land Berlin dafür stark zu machen. Dem hatte sich die SPD-Fraktion angeschlossen, Ende August war ein entsprechender Antrag mit Mehrheit bei wenigen Gegenstimmen von den Bezirksverordneten dann beschlossen worden.

„Rund um die Wendenschloßstraße werden in den nächsten Jahren rund 3000 Wohnungen fertig. Wenn nur ein Drittel der Bewohner ein Auto benutzt, ist der Verkehrsinfarkt vorprogrammiert. Schon jetzt ist der Verkehrsknoten Müggelheimer Straße/Wendenschloßstraße in der Hauptverkehrszeit regelmäßig überlastet“, gibt Wolfgang Knack zu bedenken.

Pläne für eine Brücke hat es in diesem Bereich bereits vor dem Zweiten Weltkrieg gegeben. Die wurden zu DDR-Zeiten schon wegen fehlender Baukapazitäten nicht weiter verfolgt. Einzige Verkehrsverbindung zum anderen Ufer der Dahme ist eine Personenfähre der BVG. Die kann allerdings nur Fußgänger und Radler befördern und ist in der Hauptverkehrszeit gut ausgelastet. Anwohner kommen so auf kurzem Weg zum S-Bahnhof Grünau. Anfang des Jahrtausends hatten zwei Köpenicker Gymnasiasten sogar die Idee, die Personenfähre durch eine Autofähre zu ersetzen. Sofort gab es Bedenken wegen der Wirtschaftlichkeit und möglicher Belastungen für Anwohner. Heute könnte eine Autofähre bei stetig steigendem Individualverkehr zumindest an dieser Stelle das Problem nicht lösen.

„Für den gesamten Bereich sollte die zuständige Senatsverwaltung ein Verkehrskonzept entwickeln. Wir haben in diesen Tagen eine Klausur unseres Kreisverbands, da werden wir unsere Abgeordnetenhausmitglieder für das Thema Brücke sensibilisieren“, verspricht Wolfgang Knack.

Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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