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Schlechte Wasserqualität: Spreewaldbad bis voraussichtlich 19. Februar dicht

Wo: Bad am Spreewaldplatz, Wiener Straße 59H, 10999 Berlin auf Karte anzeigen
Das Spreewaldbad schließt 2019 für zwei Jahre. Die Berliner Bäderbetriebe lassen die Halle komplett sanieren.
Das Spreewaldbad schließt 2019 für zwei Jahre. Die Berliner Bäderbetriebe lassen die Halle komplett sanieren. (Foto: Thomas Frey)

Perfektes Timing? Wohl eher Pech. Am 23. Januar stellten die Berliner Bäderbetriebe (BBB) im Wellenbad am Spreewaldplatz unter anderem ihre neue Tarifstruktur vor.

Dabei mussten sie auch mitteilen, dass der Ort ihrer Präsentation leider für einige Tage schließen müsse. Bereits ab dem Nachmittag wurden keine Gäste mehr eingelassen.

Bei Wasserproben seien höhere als erlaubte Werte festgestellt worden, erklärte Vorstand Annette Siering. Was dafür die Ursache sei, könne sie auf die Schnelle nicht sagen. Wahrscheinlich funktioniere die Wiederaufbereitungsanlage nicht mehr optimal.

Das herauszubekommen und den Schaden zu reparieren, könne nur bei eingestelltem Betrieb passieren. Denn die Anlage müsse dafür abgestellt werden. Wie lange das dauert, sei ebenfalls schwer einzuschätzen. Auf ihrer Homepage teilten die BBB später mit, dass das Bad wohl bis 19. Februar geschlossen bleibt.

Die aktuellen Probleme im Spreewaldbad zeigen erneut, dass dort eine Generalsanierung notwendig ist. Die wird es auch geben, allerdings erst ab 2019. Zwei Jahre wird das Haus dann geschlossen. Nach bisherigem Stand sitzt Kreuzberg während dieser Zeit in Sachen Schwimmhallen auf dem Trockenen. Wie mehrfach berichtet, ist auch das nicht im Bestand der BBB befindliche Baerwaldbad seit Anfang 2017 wegen massiver Schäden geschlossen und seine Zukunft bisher ungewiss.

Die neuen Tarife der Bäderbetriebe gelten ab 1. Februar. Zwischen Montag und Freitag wird es je nach Tageszeit unterschiedliche Eintrittspreise geben. Es beginnt mit einem "Guten-Morgen-Tarif" zum Preis von 3,50 Euro, der ab Öffnung bis 10 Uhr gilt. Ebenfalls 3,50, ermäßigt zwei Euro kostet der Basistarif in der Zeit zwischen 10 und 15 Uhr (Verkaufsschluss 14.30 Uhr). Ab dieser Zeit und bis 20 Uhr wird wiederum der Haupttarif fällig. Er beträgt 5,50, ermäßigt 3,50 Euro. Ehe danach bis Betriebsschluss der Abendtarif wieder für 3,50 verlangt wird. Dazu gibt es Vergünstigungen wie den "Badespaß" für neun Euro, gültig für drei Personen, unter denen sich mindestens ein Erwachsener, beziehungsweise Kind befinden muss. Inhaber der Berliner Ehrenamtskarte bezahlen durchgehend 3,50 Euro.

Die neuen Preiskategorien gelten für nahezu alle BBB-Standorte. Ausnahmen sind allerdings die drei freizeitorientierten Bäder, zu denen auch das Wellenbad am Spreewaldplatz gehört. Dort sowie im Stadtbad Lankwitz und im Stadtbad Schöneberg – Hans Rosenthal gibt es Sammelkarten statt Uhrzeittarife. 90 Minuten kosten 5,50, ermäßigt 3,50 Euro, 180 Minuten 7,50, beziehungsweise 5,50 und die Tageskarte zehn, reduziert acht Euro. Die reformierte Tarifstruktur soll dazu beitragen, die Bäder attraktiver zu machen und zusätzliche Gäste anlocken, so Sport-Staatssekretär Christian Gaebler (SPD).

In den ersten drei Wochen 2018 habe es 33 000 Besucher mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres gegeben, sagte Annette Siering. Für 2017 steht unterm Strich allerdings ein Minus von 200 000 Hallen- und Freibadnutzern. Insgesamt waren es 5,76 Millionen. Der Rückgang wird einmal mehr mit dem über weite Strecken ausgefallenen Sommer begründet. Auch Bauarbeiten an manchen Stellen würden sich im Gesamtergebnis bemerkbar machen, ebenso wie bisweilen kurzfristige Schließungen wegen fehlendem Personal.

Letzteres soll künftig auch durch einen Verbund mehrerer Bäder möglichst verhindert werden. Deren Mitarbeiter gelten als eine Einheit, was Einsatzplanungen erleichtern soll. Ausprobiert wird das zunächst in Mitte.

Außerdem gab es rund 30 zusätzliche Stellen. Insgesamt haben die Bäderbetriebe derzeit 725 Beschäftigte, davon 38 Auszubildende. 91 arbeiten in der Verwaltung, der Rest sei vor Ort.

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