Im Dialog mit Anwohnern
Bezirksamt kooperiert mit dem sozialen Netzwerk nebenan.de

Klassische Nachbarschaftshilfe: Blumen gießen.
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  • Klassische Nachbarschaftshilfe: Blumen gießen.
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Als erster Berliner Bezirk arbeitet Lichtenberg mit dem sozialen Netzwerk nebenan.de zusammen, um neue Wege der Bürgerkommunikation zu erschließen. Die Nachbarschaftsplattform soll dazu dienen, mit Anwohnenden in Dialog zu treten und auf Angebote aufmerksam zu machen.

Gemeinsam mit dem Bezirksamt entwickelte das 2014 gegründete Netzwerk nebenan.de, eine Tochter der Good Hood GmbH (gute Nachbarschaft), einen neuen Profiltyp für Kommunen und Gemeinnützige: die sogenannten Organisationsprofile. Das Netzwerk verzeichnet mittlerweile 850 000 aktive Nutzer, 120 000 allein in Berlin.

Mithilfe der neuen Profile versuchen die Plattformbetreiber, bestehendes lokales Engagement sichtbar zu machen und weiteren bürgerschaftlichen Einsatz zu fördern. Darüber hinaus sollen Kommunen und Gemeinnützige ihre Reichweite damit ausbauen und Interessierte auf lokaler Ebene erreichen. Das für Privatpersonen kostenlose Netzwerk ist in ganz Deutschland damit beschäftigt, Nachbarn zu Gruppen und Interessengemeinschaften zusammenzuführen. In Berlin sollen besonders Prenzlauer Berg, Kreuzberg, Friedrichshain, Schöneberg und Charlottenburg aktive Viertel sein. Kritik gab es vor zwei Jahren, als das Unternehmen selbstgeschriebene Zettel in Berlin verteilte, auf denen sich vermeintlich echte Nachbarn in ihrem Kiez vorstellten und für die Plattform warben.

Derzeit wird nebenan.de von Investoren finanziert. Allerdings ist geplant, lokale Gewerbetreibende zu gewinnen, die über die Plattform werben. So solle sich das Projekt „aus eigener Kraft refinanzieren“ und „einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des lokalen Gewerbes leisten“, so die Betreiber. Christian Vollmann, Geschäftsführer der Plattform, war bisher an über 70 Unternehmensgründungen beteiligt, darunter MyVideo, eDarling und iLove. Er ist auch im Wirtschaftsforum der FDP aktiv. Die Idee für nebenan.de sei ihm gekommen, als er bemerkte, dass er nach mehreren Jahren in seiner Berliner Wohngegend, dem Scheunenviertel, keine wirklichen Bekanntschaften geschlossen habe. Mit digitaler Nachbarschaftsanbahnung soll nebenan.de gegen Großstadtanonymität wirken und bei Aufbau und Pflege nachbarschaftlicher Beziehungen unterstützen. Verleih- und Tauschangebote, Gesuche nach klassischer Nachbarschaftshilfe, Aufrufe zu gemeinsamen Restaurantbesuchen, Sportaktivitäten, Stammtische sowie Empfehlungen zu Alltagsfragen sind laut Plattform die häufigsten Aktivitäten der Nutzer.

„Wir freuen uns sehr, mit der Partnerschaft einen gemeinsamen Schritt für die Stärkung von Nachbarschaften zu gehen und diesen neuen digitalen Kommunikationskanal in unserer Quartiersarbeit zu nutzen“, erklärt Birgit Monteiro (SPD), Stadträtin für Stadtentwicklung, Soziales, Wirtschaft und Arbeit. Ihre Abteilung nutzt die Plattform bereits als Kommunikationstool, um mit den über 1000 aktiven nebenan.de-Nutzern in Lichtenberg in Kontakt zu treten.

Am 14. September wirbt Monteiro gemeinsam mit Michael Vollmann, Mitgründer und Bruder des Geschäftsführers des Netzwerks, bei Fachleuten aus Stadtverwaltung, Quartiersentwicklung und Vereinen für das Projekt. Nach drei Monaten Pilotphase wird ein Resümee gezogen.

Autor:

Paul Stein aus Pankow

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