Nach den Jugendkrawallen 2018
Der Sport-Jugend-Club (SJC) kehrt im Jubiläumsjahr zum Alltag zurück

Sportpädagoge Frank Lippold leitet heute den Sport-Jugendclub Marzahn. Schon bei der Gründung war er dabei.
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Der Sport-Jugend-Club (SJC) Marzahn feiert in diesem Jahr 25-jähriges Bestehen. Er ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche und leistet einen Beitrag zur Integration.

Bei sportorientierten Freizeitangeboten treffen sich Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Altersgruppen und Herkunft und messen ihre Kräfte bei Sport und Spiel. Sie werden von Sportpädagogen betreut, die bei der Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit gGmbH angestellt sind. „Wir sind für die Kinder und Jugendlichen im Alter von sieben bis 21 Jahren nachmittags in der Woche da, zeigen ihnen unsere Sportmöglichkeiten und organisieren auch Wettkämpfe“, sagt Projektleiter Frank Lippold. Er ist einer von vier Sportpädagogen im SJC, Franz-Stenzer-Straße 39.

Der SJC ist aus einer Initiative der Sportjugend Berlin vor 25 Jahren entstanden. Er wurde im Rahmen des Programms „Jugend mit Zukunft – gegen Gewalt“ 1994 in der ehemaligen Schulspeisegaststätte eröffnet.

Das Angebot ist umfangreich. Es umfasst unter anderem Tischtennis, Poolbillard und Kicker sowie Judo und Training an Kraft- und Fitnessgeräten. Es gibt in einer Außenanlage einen acht Meter hohen Kletterturm und ein Feld für Beachvolleyball und Beachsoccer, das 2001 hauptsächlich von den Sportpädagogen und Jugendlichen in Eigenleistung angelegt wurde.

Außerdem hat donnerstags eine Fahrradwerkstatt geöffnet und es gibt Angebote des Präventionsprojektes „Kick Marzahn“. Auch wer basteln oder malen, Nachhilfeunterricht in Mathematik haben oder Gitarrespielen lernen will, finden im SJC eine Zeit und einen Platz.

Auch mit den Schulen im Umfeld arbeitet der SJC eng zusammen. Der wichtigste Partner ist seit 2004 die Peter-Pan-Grundschule, mit der zum Beispiel eine Fußball-AG für die Hortkinder existiert.

Die Besuchergruppen haben sich während der zurückliegenden 25 Jahre gewandelt. In den Anfangsjahren suchten fast ausschließlich deutsche Jugendliche aus den umliegenden Vierteln den SJC auf. Dann wurden zunehmend jugendliche Spätaussiedler betreut. Seit 2016 gehören zunehmend junge Flüchtlinge aus den umliegenden Gemeinschaftsunterkünften zu den Gästen. Im vergangenen Jahr trafen sich Jugendgangs im SJC, die im Eastgate und auf der Marzahner Promenade sich gegenseitig bekämpften und Passanten einschüchterten. Aufgrund verstärkter Polizeipräsenz treffen sich diese Jugendlichen seltener an der Marzahner Promenade. „Dank der Zusammenarbeit mit den Streetworkern von Gangway gab es bei uns keine Zusammenstöße“, erklärt Lippold. Inzwischen laufe der SJC wieder im Normalbetrieb.

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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