Neue Duschen fürs Stadtbad: Nach Heizungssanierung ist jetzt die Sanitärtechnik dran

Im Sommer bleibt das Stadtbad Mitte wegen Sanierung geschlossen.
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Mitte. Das Stadtbad Mitte in der Gartenstraße schließt am 1. Mai und bleibt bis zum 3. September zu. Die Berliner Bäderbetriebe (BBB) lassen im Sommer die kompletten Dusch- und Umkleidebereiche erneuern.

Das denkmalgeschützte Stadtbad Mitte ist eine der schönsten Schwimmhallen Berlins. Die Bäderbetriebe haben dort bereits 2009 für 1,5 Millionen Euro neue Heizungs- und Lüftungsanlagen eingebaut. Durch die moderne Technik konnten die Energiekosten um 20 Prozent gesenkt werden konnten. Ein Jahr später wurden alle 350 Kastendoppelfenster im Backsteingebäude denkmalgerecht aufgearbeitet. Auch die Flachdächer wurden saniert und neue Glaslichter über den Umkleiden eingebaut. Nur die Umkleide- und Sanitärbereiche sind noch im Zustand aus den 1980er-Jahren.

Jetzt steht die nächste Modernisierungswelle an. Für 300 000 Euro lassen die Bäderbetriebe neue Duschen und Toiletten einbauen und die Umkleiden modernisieren. Auch die Wasserleitungen werden erneuert. In den vergangenen Jahren war es wegen maroder Leitungen immer wieder zu Rohrbrüchen gekommen, wie BBB-Sprecher Matthias Oloew sagt.

Vereine weichen aus

Für die Vereinssportler, die das Bad nutzen, heißt die Baupause, dass sie sich in der Schließzeit andere Trainingsorte suchen müssen. In der ersten Etage gibt es über dem Schwimmbecken eine Turnhalle, in der zum Beispiel die Sportler vom Shotokan Karateverein Dojo Berlin e.V. trainieren. Auch die Vereinsschwimmer von Pro Sport Berlin müssen in die Schwimmhalle Fischerinsel ausweichen.

Das Schwimmbad trägt seit September 2012 den Namen James Simon. Im Foyer steht eine Stele, die an den Namensgeber erinnert. Der historische Schriftzug „Stadtbad Mitte“ am Gebäude ist geblieben; nur bei den Beschilderungen am Haus wird der neue Name „Stadtbad Mitte – James Simon“ verwendet.

James Simon war ein Berliner Unternehmer, der in der Kaiserzeit die Kunst und Museen gefördert hat. Er hat der Stadt die Nofretete geschenkt. James Simon war nicht nur Mäzen, sondern hat sich mit seinem Verein für Volksbäder auch für den Bau der ersten Berliner Volksbrausebäder eingesetzt. Eines dieser Brausebäder stand an der Stelle, wo heute das Stadtbad Mitte steht. DJ

Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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