Regen läuft ins Foyer
Rathaus nicht ganz dicht

Nach dem Wasserschaden im Sommer 2018 ist im Juni erneut Wasser in das Rathaus Mitte eingedrungen und von der Foyerdecke geplätschert.

Monatelang standen die Gerüste mitten im Foyer des Rathauses Mitte in der Karl-Marx-Allee 33. Nach einem Wassereinbruch Ende August 2018 hatte die Firma Union Investment Real Estate als Hauseigentümerin die waagerecht in der Decke verlaufenden Entwässerungsleitungen auf allen Etagen erneut. Doch der Defekt diesmal betraf die senkrecht verlaufenden Rohre, die Abwasser ableiten. Die wurden vor einem halben Jahr nicht erneuert. Wie Simon Sahm, Sprecher des Rathauseigentümers, sagt, waren „Unwetter mit massiven Regenfällen in den Nächten vom 6. auf den 7. Juni sowie vom 11. auf den 12. Juni der Grund, dass im Rathaus Mitte Wasser von der Decke in den Foyerbereich eingedrungen ist“.

Die „enorm großen Wassermassen“ hätten zum Defekt einer senkrecht verlaufenden Rohranbindung geführt. Die waagerechten und senkrechten Entwässerungsleitungen sind technisch zwei voneinander unabhängige Systeme. „Im Zuge der massiven Regenfälle ist über die Lichtschächte ebenfalls Wasser in einige Kellerräume des Gebäudes eingedrungen“, sagt Sahm. Fachfirmen konnten das Wasser aber schnell beseitigen. Derzeit werden die kaputten Stränge erneuert. Den Schaden übernimmt die Versicherung des Hauseigentümers. Wie hoch der ist, kann Union Investment derzeit noch nicht beziffern.

Besucher und Politiker wundern sich über die Dauerbaustelle im Rathausfoyer. Die Linken wollten in einer Anfrage mit dem Titel „Baden im Rathaus?“ wissen, warum trotz vorheriger ausgiebiger Reparaturarbeiten „schon wieder große Wassermengen während eines Regenschauers durch die Deckenlichter in das Foyer flossen“. „Wir bedauern, wenn es in Folge der massiven Regenfälle für unseren Mieter zu Beeinträchtigungen gekommen ist“, so Simon Sahm. Der Eigentümer werde „entsprechende Maßnahmen umsetzen, die eine ähnliche Situation in Zukunft bestmöglich verhindern werden“.

Im Sommer 2018 mussten wegen Wassereinbruch im erst 21 Jahre alten Bürogebäude hinter dem Kino International zwei Keller gesperrt werden. Rund 150 Eltern mussten damals auf ihre Einschulungsbescheide warten, weil die Aktenkeller des Schulamtes mit Schimmelsporen kontaminiert waren.

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