Partner bemerkt Hirn-Doping häufig als erster

Mit Hirn-Doping die Leistung zu steigern, mag kurzfristig funktionieren. Auf längere Sicht hat das jedoch häufig gravierende Folgen.
  • Mit Hirn-Doping die Leistung zu steigern, mag kurzfristig funktionieren. Auf längere Sicht hat das jedoch häufig gravierende Folgen.
  • Foto: Franziska Gabbert
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Nehmen Berufstätige leistungssteigernde Mittel, bemerkt es der Partner häufig als erster. Ein Warnzeichen ist etwa, dass jemand auf einmal nervöser oder verschlossener ist als früher.

Statt zu schweigen, sollte man den Partner darauf ansprechen, sagt Anette Wahl-Wachendorf. Sie ist Vizepräsidentin des Verbands der Betriebs- und Werksärzte. In vielen Fällen sei jedoch das Gegenteil der Fall. Die Familie geht dem Gespräch häufig lange aus dem Weg und kehrt das Thema unter den Teppich. Laut einer Studie der Krankenkasse DAK haben sich knapp drei Millionen Beschäftigte schon einmal mit Medikamenten aufgeputscht, um den Leistungsdruck im Beruf besser auszuhalten. Hirn-Doping soll die eigene Leistung ankurbeln - auf längere Sicht geht diese Rechnung aber nicht auf. "Auf Dauer können Mitarbeiter krank werden und fallen im Job im schlimmsten Fall ganz aus", sagt Wahl-Wachendorf. Statt überdurchschnittlich leistungsfähig zu sein, erreichen Arbeitnehmer dann unterm Strich genau das Gegenteil.

dpa-Magazin / mag

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