Kaputte Computer, aggressive Kunden: Ordnungsamt Mitte nicht attraktiv

Ein Job im Ordnungsamt ist wenig attraktiv. Das sagt Bürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) auf eine Anfrage des Grünen-Bezirksverordneten Taylan Kurt.

Wegen der mittlerweile sehr guten Wirtschaftslage, des zunehmenden Fachkräftemangels und der geringen Verdienstmöglichkeiten im Land Berlin ist die Attraktivität als Arbeitgeber derzeit gering, so von Dassels Fazit auf die Anfrage mit dem Titel „Das Ordnungsamt als attraktiver Arbeitgeber“. Der aktuelle Personalbestand im Ordnungsamt Mitte sei für den zentralen Regierungsbezirk „deutlich kleiner als in anderen Ordnungsämtern“. Dies liege an dem massiven Personalabbau. „Mitte war bis Ende 2016 Konsolidierungsbezirk“, sagt der Bürgermeister.

Eine Umfrage unter den Mitarbeitern im Sommer zum Thema Arbeit und Gesundheit hat ergeben, dass den Kollegen ziemlich der Schuh drückt. Sie beklagen „häufige Arbeitsunterbrechungen wegen defekter IT-Arbeitsmittel“. Vor allem jüngere Mitarbeiter halten die veraltete Computertechnik für nicht angemessen. Von Dassel, der auch das Ordnungsamt leitet, schlägt „die Ausweitung des Einsatzes mobiler Endgeräte sowie des mobilen Arbeitens (Laptops)“ vor. Die Arbeitsplätze sollen ein aktuelles Office-Paket bekommen; und die Software soll auch funktionieren. Wie aus der Antwort hervorgeht, will der Bürgermeister auch eine IT-Wartung außerhalb der Arbeitszeiten ermöglichen.

Als zweites Manko hatten die Ordnungsamtsmitarbeiter in der Umfrage gesundheitliche Probleme durch „einseitige körperliche Belastungen wie dauerhaftes Sitzen, Lärm beziehungsweise aggressive Kunden“ moniert. Hier will von Dassel in den kommenden Jahren das Gesundheitsmanagement verbessern und Geld für „eigene Maßnahmen“ wie Sportkurse oder Physiotherapie zur Verfügung stellen. Zu den kritisierten „eingeschränkten beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten“ sagt von Dassel: „Es sollte in jedem Fall im Rahmen der Personalentwicklung die Möglichkeit für Parkraumüberwachungskräfte geben, sich zu AOD-Kräften fortzuentwickeln“. Die Mitarbeiter vom Allgemeinen Ordnungsdienst (AOD) gehen auch Lärmbeschwerden nach, ermitteln Müllsünder oder verteilen Straftickets an Hundebesitzer, die ihre Vierbeiner in die Botanik machen lassen.

Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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