Gurken im Grenzgebiet
Richtfest für Laube im Gemeinschaftsgarten hinter der Kapelle der Versöhnung

Der spanische Architekt Diego Peña Jurado hat die Laube entworfen.
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  • Der spanische Architekt Diego Peña Jurado hat die Laube entworfen.
  • Foto: Michael Becker
  • hochgeladen von Dirk Jericho

Der neue Nachbarschaftsgarten hinter der Kapelle der Versöhnung im einstigen Todesstreifen nimmt immer mehr Gestalt an. Jetzt konnten die Gärtner Richtfest für ihre neue Gartenlaube feiern.

„Und fertig ist die Laube!“ Mit diesem Slogan haben die Hobbygärtner des Gemeinschaftsgartens „Niemandsland“ aus Ost und West im Sommer für ihren neuen Begegnungsraum Spenden gesammelt. Der Schuppen soll Lagerraum für die Gartengeräte sein und auch als Treffpunkt für das Gartenteam genutzt werden. Doch ganz so schnell ist die Laube doch nicht fertig. Schnell mal was Schickes vom Baumarkt holen, ging nicht. Denn an diesem Ort, zwischen dem runden Lehmbau der Versöhnungskapelle und der noch vorhandenen Hinterlandmauer im einstigen Grenzstreifen, hat das Denkmalamt einige Auflagen gemacht.

Wie Pfarrer Thomas Jeutner von der Versöhnungsgemeinde sagt, muss die Laube so tief eingegraben werden, dass das Dach nicht die Hinterlandmauer verdeckt. Die dadurch entstehenden Kosten für Aushub und Abtransport haben die Laube teurer gemacht. Jeutner rechnet mit Mehrkosten von rund 10 000 Euro und rührt weiterhin die Spendentrommel.

Der Entwurf der Laube, die bestens zu der aus Lehm und Holz errichteten Kapelle passt, stammt vom Architekten Diego Peña Jurado vom Mauergarten-Verein. Der ästhetisch ansprechenden und hochwertige Entwurf habe natürlich seinen Preis, so Jeutner. Das Quartiersmanagement Brunnenviertel finanziert „einige kleine Posten“ wie Elektroarbeiten und Inneneinrichtung, sagt der Pfarrer. Auch das Bezirksamt beteiligt sich an den Materialkosten. Bei Regen haben etwa 30 Aktivsten am 7. Dezember Richtfest gefeiert. Zum Glück hatte die Laube schon ein Dach drauf. Ab Februar werden Fenster, Türen und Wände eingebaut.

Der Gemeinschaftsgarten „Niemandsland“ im einstigen Grenzstreifen ist ein Projekt der evangelischen Kirchengemeinden Versöhnung und Am Weinberg. Zusammen gärtnern, gemeinsam essen und sich kennenlernen – der Gemeinschaftsgarten soll Ost und West, die Ost-Kirchengemeinde und die West-Kirchengemeinde, verbinden. Jeder der Lust hat, kann mitgärtnern. Spenden können gegen Spendenquittung überwiesen werden. Weitere Informationen unter ¿463 60 34 oder E-Mail an schumann@gemeinde-am-weinberg.de.

Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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