Taubenhasser unterwegs
Auf dem Gendarmenmarkt soll ein Mann seit Monaten Giftköder auslegen

Tierschützer Stefan Klippstein mit einer toten Taube.
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  • Tierschützer Stefan Klippstein mit einer toten Taube.
  • Foto: Stefan Klippstein
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Corona- Unternehmens-Ticker

Tierschützer Stefan Klippstein wirft dem Bezirksamt und der Polizei Untätigkeit im Kampf gegen einen „unheimlichen Giftstreuer“ vor, der schon „hunderte von Stadttauben sowie Spatzen, Finken oder Krähen“ vergiftet haben soll.

Klippstein behauptet, dass „seit Monaten ein unheimlicher Giftstreuer im Bereich des Gendarmenmarktes und Hausvogteiplatzes sein Unwesen treibt“. Den Taubenhasser habe er fotografiert und bietet das „exklusive Foto“ von einem älteren Herrn mit Tüte und Sonnenbrille an. Gemeinsam mit einem RTL-Fernsehteam hat sich Klippstein auf die Lauer gelegt und den vermeintlichen Täter auf frischer Tat erwischt. In dem RTL-Film sieht man, wie sie den Mann stellen und Polizisten die Personalien aufnehmen. Auch zwei  Hunde sollen bereits „Opfer des Giftanschlägers“ geworden sein, wie Klippstein es vorbei an sprachlichen Regeln formuliert.

Der Täter soll seine Giftkörner auch 40 Meter neben einer Kita am Hausvogteiplatz verstreut haben, berichtet die RTL-Reporterin. „Polizei und das Veterinär- und Ordnungsamt Mitte haben bisher zwar immer dutzende Anzeigen aufgenommen, Maßnahmen zur Ermittlung des Täters, um die Giftanschläge zu stoppen, erfolgten bis zum heutigen Tage nicht“, sagt Stefan Klippstein. Er spricht von einem „Giftskandal in Berlin-Mitte“. Das Bezirksamt und der Abschnitt 32 würden diese Verstöße gegen das Tierschutzgesetz nicht ausreichend verfolgen. „Offenkundig handelt sich in Mitte um einen rechtsfreien Raum für Tierquäler, die keinerlei Repressionen und Sanktionen zu befürchten haben und ungestört weiter Gift streuen können“, so das Fazit von Stefan Klippstein.

Bürgermeister Stephan von Dassel (Grüne), der auch für das Ordnungsamt und die Veterinär- und Lebensmittelaufsicht zuständig ist, bestätigt die Vorfälle auf dem Gendarmenmarkt. „Ordnungsamt und Polizei bestreifen die genannten Orte verstärkt. Vermeintlich vergiftetes Futter und tote Tiere wurden eingesammelt und im Labor untersucht. Bisher gibt es keinen Nachweis, dass das Futter vergiftet beziehungsweise die Tiere vergiftet wurden. Die Laboruntersuchungen laufen aber noch, weil mehrere Proben und Tierkadaver untersucht werden sollen“, sagt der Bürgermeister. Die Vernehmung oder Verhaftung möglicher Täter obliege der Polizei, mit der er in engem Austausch sei.

Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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