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Brunnensaison startet am 29. März am Neptunbrunnen

Wo: Neptunbrunnen, Berlin auf Karte anzeigen
Der Neptunbrunnen – im Sommer gern Ort für unangemeldete Wasserschlachten – wird als erster angestellt.
Der Neptunbrunnen – im Sommer gern Ort für unangemeldete Wasserschlachten – wird als erster angestellt. (Foto: Dirk Jericho)

von Dirk Jericho

Mit einem symbolischen Knopfdruck am Neptunbrunnen vor dem Roten Rathaus startet Stadträtin Sabine Weißler (Grüne) gemeinsam mit Ströer-Chef Frank Geßner am 29. März um 12.30 Uhr die Brunnensaison 2018.

Gleichzeitig mit dem Neptunbrunnen wird das Wasser für den Modernen Brunnen im Lustgarten, den Brunnen der Völkerfreundschaft auf dem Alexanderplatz, den Forum-Brunnen am Kanzleramt, die Scholle und den Überlaufstein im Lustgarten, den Wappenbrunnen an der Nikolaikirche und den Historischen Brunnen auf dem Pariser Platz aufgedreht. Bis zum 22. April werden dann nach und nach sämtliche Brunnen in Mitte wieder sprudeln. Insgesamt werden 37 bezirkseigene Brunnen angestellt. Der Bärenbrunnen vor dem Auswärtigen Amt am Werderschen Markt und der Rathenaubrunnen im Volkspark Rehberge bleiben auch 2018 aus, weil sie seit Jahren kaputt sind. Den Brunnen am Molkenmarkt vor dem Alten Stadthaus bewirtschaften die Berliner Wasserbetriebe. Die Kosten für den Betrieb des Markthallenbrunnens an der Karl-Liebknecht-Straße vor dem Berlin Carré übernimmt auch in diesem Jahr das dortige Brauhaus.

Um die bezirklichen Brunnen kümmert sich seit Jahren die Plakatfirma Ströer. Das Unternehmen hatte 2013 einen Zehnjahresvertrag mit dem Bezirksamt über Betrieb und Wartung der Brunnen geschlossen. In der Vereinbarung ist auch geregelt, dass sich Ströer um den Betrieb der kommunalen Planschen und um die Pflege der rund 200 Denkmäler im Bezirk kümmert. Der Vertrag läuft 2023 aus. Er beinhaltet eine Option auf Verlängerung um weitere fünf Jahre. Das heißt, Mittes Brunnen könnten noch bis 2028 von der Plakatfirma betrieben werden. Ob Ströer aber die Option auch zieht, ist derzeit offen.

Nach Informationen der Berliner Woche ist dies jedoch wahrscheinlich. Im Bezirk Mitte präsent zu sein, ist erstens eine Imagefrage, und zweitens rechnet sich das Brunnengeschäft. Denn für die Brunnenwartung darf die Werbefirma insgesamt acht Mega-Light-Werbetafeln im öffentlichen Straßenland betreiben, die Millionen an Einnahmen bringen. Der Senat will diese Kopplungsverträge – Brunnenpflege gegen Werberechte – nicht mehr und hat die gesamte Außenwerbung in der Stadt neu ausgeschrieben. Auch die Verträge zum Betrieb der öffentlichen Toiletten mit der Firma Wall wurden, wie berichtet, gekündigt.

Zukünftig sollen alle 270 öffentlichen Springbrunnen und Seefontainen von den Berliner Wasserbetrieben (BWB) bewirtschaftet werden. In einem zweijährigen Pilotprojekt betreuen die Wasserbetriebe seit vergangenem Jahr alle 40 Brunnen in Friedrichshain-Kreuzberg. Mit der Saisoneröffnung am 5. April am Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain sollen alle Brunnen plätschern. Wie BWB-Sprecher Stephan Natz sagt, mussten im vergangenen Jahr einige wegen notwendiger Sanierungen aus bleiben.

Erstmalig werden im April die seit mindestens 15 Jahren stillgelegten Brunnenschalen an der Karl-Marx-Allee 70 nach Sanierung wieder laufen. Je nach Vertragsbedingungen in den einzelnen Bezirken übernehmen die Wasserbetriebe ab 2019 alle anderen Brunnen. Allein 2019 geht die Brunnenpflege in sieben Bezirken an die Wasserbetriebe über.

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