Obdachlosenhilfe in Not
Krankenheilwohnung soll zur Hälfte an Gesundheitsamt gehen

Die Krankenheilwohnung für Obdachlose auf dem Gelände des ehemaligen Moabiter Krankenhauses an der Turmstraße 21 soll teilweise weichen. Das Gesundheitsamt Mitte hat Bedarf angemeldet. Grüne und Linke in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Mitte wehren sich gegen solche Pläne.

Der landeseigene Immobiliendienstleister, die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), plant, ab dem 1. Juli mindestens die halbe Fläche der Krankenheilwohnung dem Gesundheitsamt Mitte zu überlassen. Die Caritas, die die vom Senat finanzierte Wohnung betreibt, in der Obdachlose nach einem Krankenhausaufenthalt vollends genesen sollen, schlägt Alarm. Weniger Raum bedeute eingeschränkte Arbeitsfähigkeit.

Die Grünen im Bezirk, die das Thema Obdachlosigkeit ganz oben auf ihrer politischen Agenda stehen haben, setzen sich in einem Antrag für den kompletten Erhalt der Krankenheilwohnung über den 30. Juni hinaus ein. Die Krankenheilwohnung für Obdachlose dürfe nicht gegen das Gesundheitsamt ausgespielt werden, argumentieren die Grünen. „Das darf Mitte nicht mitmachen“, twittert ihr Verordneter Taylan Kurt. Seine Parteifreunde im Abgeordnetenhaus kritisieren, die BIM konterkariere, was Rot-Rot-Grün aufgebaut habe. Der Finanzsenator solle eingreifen.

Der Antrag der Grünen zur Krankenheilwohnung wurde in der BVV zur weiteren Beratung in den Ausschuss für Soziales und Gesundheit überwiesen.

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