Bildungssenatorin besuchte Leonardo-da-Vinci-Gymnasium

Besonders interessierte sich Bildungssenatorin Sandra Scheeres für die Arbeitsgemeinschaft Reptilien des Leonardo-da-Vinci-Gymnasiums.
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Neukölln. "Es ist schon ein exotisches Angebot an dieser Schule", kommentierte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Bei einem Rundgang hat sie sich über die Bedingungen im Leonardo-da-Vinci-Gymnasium informiert.

Die Leonardo-da-Vinci-Schule im Haewererweg 35 ist schon etwas Besonderes. Sie bietet 958 Schülern viele Wahlmöglichkeiten. So können die Schüler als dritte Fremdsprache Chinesisch wählen. Bei einem Besuch im Unterricht begrüßten die Schüler die Senatorin mit dem bekannten Volkslied "Bruder Jakob" - aber auf Chinesisch. Im kommenden Schuljahr 2013/14 kann Chinesisch auch als zweite Fremdsprache gewählt werden. Die Schule hat eine eigene "Kulturwerkstatt" und beschäftigt sich mit "Natur-Umwelt-Technik". Ganz begeistert war Sandra Scheeres von der Arbeit in der Arbeitsgemeinschaft Reptilien und ließ sich von den Schülern die Bewohner der Aquarien und Terrarien erklären. Es ist für die Schüler nicht nur Freizeitbeschäftigung, sondern sie kommen auch in den Pausen, um die Tiere mit frischem Futter zu versorgen. Auch ein "Dienst" an den Wochenenden oder in den Schulferien muss immer abgesichert sein. "Die Arbeitsgemeinschaft Reptilien fand ich sehr interessant", meinte die Senatorin. Vor allem war sie beeindruckt darüber, "wie engagiert die Schüler alles vorgetragen haben". Sandra Scheeres war begeistert vom Engagement der Lehrer am Gymnasium, die es auch schaffen, Schüler zum Abitur zu führen, die ohne gymnasiale Empfehlung gekommen sind.Zum Programm der Schule gehören Zusatzkurse in Mathematik, Kunst und Musik, Theatergruppen, die Zusammenarbeit mit einer Grundschule und mit dem Haus der Kulturen der Welt. Außerdem beschäftigt sich das Gymnasium mit der Aufbereitung der Verbrechen des Nationalsozialismus. Schülergruppen besuchen die Gedenkstätten in den ehemaligen KZ oder die israelische Gedenkstätte Yad Vashem.

Damit alles so bleibt, engagieren sich die Eltern sehr stark. Die Elterninitiative hat ihre Sorgen in einem offenen Brief zusammengefasst und 1754 Unterschriften gesammelt, die der Senatorin übergeben wurden. Sie fordern bessere Rahmenbedingen für Lehrer und Schüler am Leonardo-da-Vinci-Gymnasium. Dazu gehören eine bessere Personalausstattung, damit es weniger Ausfallstunden gibt und eine sozialpädagogische Betreuung. Vor allem müssten die Lehrer von den vielen administrativen und organisatorischen Arbeiten befreit werden, damit sie sich mehr auf den Unterricht konzentrieren können.

Das Leonardo-da-Vinci-Gymnasium war auch Thema in der Bezirksverordnetenversammlung im Januar. Der schon lange fällige Neubau wurde in die Investitionsplanung für die kommenden fünf Jahre aufgenommen.

Klaus Tessmann / KT
Autor:

Klaus Teßmann aus Prenzlauer Berg

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