Für ein lebendiges Quartier
Die Pankower Bündnisgrünen formulieren ihre Ideen für die Entwicklung des Güterbahnhofs

Die Planungen für das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Pankow gehen voran. Doch wie soll sich das neue Quartier entwickeln?

Unabhängig von laufenden Vorplanungen haben die Pankower Grünen ihre Vision von einem „lebendigen Quartier auf der Brache“ entwickelt. Seit Jahren liegt die Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs entlang der Granitzstraße brach. Lange Zeit konnte sich der Eigentümer, der Unternehmer Kurt Krieger, nicht mit dem Bezirk und dem Land auf Art und Dimensionen der Bebauung einigen. Im Frühjahr wurde nun eine Absichtserklärung unterschrieben. Davon wurden nur einige Kernpunkte publik. Der Senat setzte sich demnach mit seiner Forderung durch, dass 1500 Wohnungen auf der Fläche entstehen. Weiterhin sollen ein Möbelmarkt und ein weiterer Fachmarkt Platz finden. An den Bahnhöfen Pankow und Heinersdorf werden für den Bezirk neue Schulen gebaut. Und der Bau von 27 000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche scheint ebenfalls sicher.

Aber wie kann auf dieser Brache ein wirklich lebendiges Quartier entstehen, das mit dem benachbarten Kissingenviertel verschmilzt? Welche Art Einzelhandelskonzentration und welches Verkehrskonzept braucht es? Über diese Fragen wollten die Pankower Bündnisgrünen am 4. September mit Kurt Krieger auf einer öffentlichen Veranstaltung diskutieren. Kurz vorher sagte der Investor allerdings ab. Und so stellten die Grünen ihre Ideen für die Entwicklung des Quartiers vor.

Geht es nach ihnen, so entsteht auf dieser riesigen Fläche ein urbanes, lebendiges Stadtquartier mit zwei Schulen, Wohngebäuden mit Geschäften im Erd- und ersten Obergeschoss sowie eine Weiterführung des „Grünen Bandes“. Das lässt der Senat sukzessive auf dem einstigen Mauerstreifen anlegen. Selbstverständlich soll der Rundlokschuppen am S-Bahnhof Pankow-Heinersdorf erhalten werden. Außerdem wollen sie auf und um den von Krieger gewünschten Möbelmarkt weiteres Gewerbe, Wohnungen und Freizeit-Nutzungen zulassen, um auch an dieser Stelle ein lebendiges Quartier zu garantieren. Denkbar wären Atelierflächen, ein Kletterfelsen oder Sportflächen für die Schule auf dem Dach.„Die Brachfläche und auch der Rundlokschuppen bieten hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten für Einkauf, Wohnen, Grünflächen und Freizeit, in die auch die Umgebung eingebunden wird und profitiert“, erklärt Jens Haustein, Pankower Kreisvorsitzender der Grünen.

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