Immer in Bewegung
Kita Pankekinder kann auf zehn Jahre zurückschauen

Anke Fischer (Zweite von links), die das Kita-Projekt gemeinsam mit ihrer Mutter Brigitte Fischer (rechts) unterstützt, gratulierten Silke Fischer (links) und Sabrina Wolff mit einer Torte zum zehnten Geburtstag ihrer Kita an der Wollankstraße.
  • Anke Fischer (Zweite von links), die das Kita-Projekt gemeinsam mit ihrer Mutter Brigitte Fischer (rechts) unterstützt, gratulierten Silke Fischer (links) und Sabrina Wolff mit einer Torte zum zehnten Geburtstag ihrer Kita an der Wollankstraße.
  • Foto: Bernd Wähner
  • hochgeladen von Bernd Wähner

Dass sich an der Ecke Wollankstraße und Görschstraße mal eine Kneipe befand, daran kann sich heute kaum noch jemand erinnern. Denn seit zehn Jahren sind diese Räumlichkeiten das Zuhause der Kita Pankekinder.

In den ersten zehn Jahren dieses Jahrtausends nahm die Zahl der Kinder im Gebiet um die Florastraße rasant zu. Der Kiez war seinerzeit noch Sanierungsgebiet. Nicht nur viele Häuser wurden saniert und modernisiert. In Baulücken und auf frühere Industriebrachen wurden Hunderte neuer Wohnungen gebaut. In die meisten zogen junge Familien ein. Allerdings wuchs die Anzahl der Kita-Plätze zunächst nicht adäquat mit. Deshalb hatten viele Kitas im Gebiet Florastraße lange Wartelisten.

So war es auch bei Sabrina Wolff und Silke Fischer, als sie ankündigten, in der früheren Kneipe in der Wollankstraße 119 eine Kita zu gründen. Ohne dass sie Werbung machten, waren für die 26 geplanten Plätze binnen kurzer Zeit 100 Kinder angemeldet, sodass die Warteliste geschlossen werden musste.

Die beiden Kita-Initiatorinnen entschlossen sich, keine herkömmliche, sondern eine Integrations-Kita zu gründen. Das Wort „Inklusion“ gelangte seinerzeit gerade in den alltäglichen Sprachgebrauch, ohne dass immer wieder erklärt werden musste, was darunter zu verstehen ist. Und so entschieden sich die beiden Gründerinnen eine Kita aufzubauen, in der auch Kinder mit Handicap betreut werden, denn beide haben eine Ausbildung dafür.

Sie richteten in der einstigen Kneipe helle, freundliche und vor allem behindertengerechte Räume ein. Außerdem entwickelten sie ein besonderes Konzept für ihre Kita. Nicht nur der inklusive Ansatz war ihnen wichtig, sondern auch, dass sich die Kinder viel bewegen. Die beiden Erzieherinnen kommen nämlich aus dem Leistungssport, Silke Fischer war Schwimmerin, Sabrina Wolff Handballerin. Deshalb vermitteln beide den Kindern von Anfang an Freude an der Bewegung. Aus diesem Grund ist auch einer der Räume ein Bewegungsraum. Viele Aktionen finden aber auch an der frischen Luft statt, und es gibt sogar einen wöchentlichen Waldtag in Blankenfelde.

Im Oktober vor zehn Jahren ging die Kita, deren Träger der Pankekinder-Verein ist, mit 26 Plätzen an den Start. „Vor fünf Jahren haben wir dann die Kita Pankekinder 2 an der Neuen Schönholzer Straße 12 eröffnet. Dort haben wir weitere 27 Kita-Plätze eingerichtet“, berichtet Silke Fischer. Und die Nachfrage ist weiter ungebrochen. Vor allem Plätze für sogenannte Integrationskinder sind begehrt.

Weitere Informationen zum Verein Pankekinder gibt es auf der Homepage www.pankekinder.de.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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