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Anzahl der Fahrzeugumsetzungen in Pankow im Berlinvergleich unterm Durchschnitt

Falschparker sind ein Ärgernis. Sie stehen auf Busspuren und Straßenbahngleisen, blockieren Ausfahrten und Radwege und nicht selten stellen sie sich so an Kreuzungen hin, dass Fußgänger kaum noch die Straße überqueren können und Rollstuhlfahrer gar nicht erst durchkommen.

Problematisch ist auch, wenn temporäre Parkverbote ignoriert werden. Und richtig gefährlich wird es, wenn Autofahrer markierte Rettungswege zuparken. Ordnungsamt oder Polizei müssen am Ende einschreiten, um Falschparker abschleppen zu lassen. Dass das Falschparken auch in Pankow ein Problem ist, zeigt die Steigerung der Anzahl der Fahrzeugumsetzungen, die vom Pankower Ordnungsamt registriert wurden. Im Jahre 2016 seien insgesamt 1153 Fahrzeuge umgesetzt worden, sagt der zuständige Stadtrat Daniel Krüger (für AfD) auf Anfrage des Verordneten Andreas Retschlag (CDU). Das entspricht im Tagesdurchschnitt etwa drei Autos. Im vergangenen Jahr wurden 1305 Umsetzungen registriert. Das sind etwa 3,5 Fahrzeuge pro Tag. Hinzu kommen 230 Fälle, in denen Falschparker zwar gemeldet wurden, aber noch rechtzeitig vor dem Abschleppen auftauchten. Nach entsprechender Ahndung nahmen die Ordnungshüter dann von einer Umsetzung Abstand.

Mit dem Abschleppen von durchschnittlich dreieinhalb Fahrzeugen pro Tag liege der Bezirk Pankow aber noch unter dem Berliner Durchschnitt. Der liegt bei 4,25 Umsetzungen pro Tag. In ganz Berlin lag die Zahl der Einsätze, bei den Fahrzeuge abgeschleppt wurden, im vergangenen Jahr bei knapp 50 000. In Bezirken wie Mitte oder Neukölln wird am häufigsten abgeschleppt.

Dass die Zahl in Pankow vergleichsweise gering ausfiele, habe laut Krüger damit zu tun, dass es im Bezirk nicht so viele Großveranstaltungen wie zum Beispiel den Berlin Marathon gebe. Hinzu kommt, dass in Gebieten der Parkraumbewirtschaftung ein hoher Überwachungsdruck bestehe. Das führt dazu, dass zum Beispiel in Prenzlauer Berg selten Autos abgeschleppt werden müssen. Ansonsten reagiert das Ordnungsamt auf Meldungen von Polizei und Bürgern. Vor Ort wird dann nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit abgewogen, ob überhaupt eine Fahrzeugumsetzung erforderlich ist.

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