Wracks am Wegesrand: Die Entsorgung von herrenlosen Rädern dauert lange

Ein Beispiel für ein Fahrradwrack am Straßenrand. Seit Wochen steht es angeschlossen vor der Bötzowstraße 8.
  • Ein Beispiel für ein Fahrradwrack am Straßenrand. Seit Wochen steht es angeschlossen vor der Bötzowstraße 8.
  • Foto: Bernd Wähner
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Die sogenannten Schrotträder am Straßenrand sind wahrlich kein schöner Anblick.

Meist fehlen ihnen die Räder. Sie haben keinen Sattel. Einige rosten seit Monaten vor sich hin. Ärgerlich ist, dass solche ramponierten Drahtesel häufig an öffentlichen Fahrradbügeln oder gar an Straßenbäumen angeschlossen sind.

Damit solche Fahrradwracks zeitnah entfernt werden können, haben Pankower die Möglichkeit, sie über eine App dem Ordnungsamt zu melden. Das kümmert sich dann um alles Weitere. Wer eine Meldung eingegeben hat, kann anhand von Ampelfarben sogar verfolgen, ob und wann man sich um das Schrottfahrrad gekümmert hat und wann es denn tatsächlich beseitigt wurde.

Allerdings dauert es bei den Schrotträdern seine Zeit, ehe diese weggeräumt werden. Und da wird mancher Bürger, der einen Hinweis gab, auch schon mal ungeduldig. Die Länge der Bearbeitungsfrist liege vor allem daran, dass es ein zwischen den Bezirken abgestimmtes Verfahren zum Umgang mit diesen Wracks gibt, sagt der für das Ordnungsamt zuständige Stadtrat Daniel Krüger (für AfD) auf Anfrage.

Wird ein Rad gemeldet, bekommt es von Mitarbeitern des Ordnungsamtes zunächst einen Aufkleber. Dann sollte es der Eigentümer binnen drei Wochen entfernen. Wird bei einer Nachkontrolle festgestellt, dass das Schrottfahrrad immer noch dasteht, kann die Entfernung in Angriff werden. Allerdings können die Ordnungsamtsmitarbeiter nicht einfach das Fahrradschloss knacken und das Rad an einen Verein übergeben, der sich um die Aufbereitung solcher Räder zugunsten gemeinnütziger Zwecke kümmert. Damit alles juristisch wasserdicht ist, muss ein Vor-Ort-Termin mit dem Polizeiabschnitt vereinbart werden, und die Polizei muss der Beräumung zustimmen. Dabei wird zugleich geprüft, ob es sich eventuell um ein gestohlenes Fahrrad handelt.

Dieses vorgeschriebene und für den Bezirk rechtssichere Verfahren braucht seine Zeit. Daher werden die gemeldeten Schrotträder in Pankow nur einmal im Quartal entsorgt. Das wiederum erweckt bei manch eifrigem Schrottrad-Melder den Eindruck, dass das Ordnungsamt der Sache nicht nachgeht. Zuletzt wurden Fahrradwracks im Bezirk übrigens am 29. November beseitigt. 2017 waren es 147 Beräumungen (mit Überhängen aus 2016). Demgegenüber wurden 144 neue Schrotträder gemeldet.

Gemeldet werden können solche Räder übrigens auf http://asurl.de/13bp.
Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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