Am Mauerpark fiel die letzte Mauer
Wasserbetriebe öffnen Abwasser-Stauraumkanal

Der Stauraumkanal speichert bei Starkregen Abwasser und bewahrt so Panke und Spree vor der Verschmutzung.
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  • Der Stauraumkanal speichert bei Starkregen Abwasser und bewahrt so Panke und Spree vor der Verschmutzung.
  • Foto: Berliner Wasserbetriebe
  • hochgeladen von Ulrike Kiefert

Der Stauraumkanal im Mauerpark ist fertig. In der Gleimstraße fiel jetzt die letzte Trennmauer zur Kanalisation. Die Berliner Wasserbetriebe haben auf der anderen Parkseite an der Bernauer Straße den Schieber geöffnet.

Wenn künftig über dem Prenzlauer Berg die Wolken brechen, füllt sich die Riesenröhre von beiden Parkzugängen aus mit exakt 7611 Kubikmetern Abwasser und vermeidet so Überläufe in die Panke. „Wir haben hier mitten in der Stadt unter den Augen Abertausender Parkbesucher ein beeindruckendes Bauwerk errichtet, das ab jetzt einen wichtigen Beitrag zum Schutz unseres fragilen Gewässersystems leistet“, erklärte Jörg Simon. Der Vorstandschef der Berliner Wasserbetriebe drückte zur Eröffnung des Stauraumkanals mit auf das Knöpfchen.

Für die Wasserbetriebe ist es das bislang größte Projekt ihres Stauraumprogramms für die Berliner Mischwasserkanalisation. Mehr als 300 000 Kubikmeter solcher neuen Stauräume werden in der Innenstadt angelegt. „Dieses Programm steht kurz vor seiner Vollendung. Mehr als 260 000 Kubikmeter sind in dutzenden Einzelvorhaben bereits verwirklicht“, so Jörg Simon. Aktuell werde an weiteren Baustellen in Wedding und Prenzlauer Berg gearbeitet. Anfang 2021 beginnt an der Chausseestraße in Mitte der Bau eines 17 000 Kubikmeter großen unterirdischen Staubeckens. „Diese Abwasser-Parkplätze entlasten die innerstädtischen Gewässer bei Starkregen spürbar und flankieren den grünen Umbau der Stadt zugunsten einer dezentralen Regenwassernutzung“, sagte Simon. „Der beste Regentropfen ist der, der gar nicht erst in einen oberirdischen Kanal fließt.“

Die Bauarbeiten für die flutbare Riesenröhre am Mauerpark hatten im Juni vor zwei Jahren begonnen. Die gigantische Tunnelbohrmaschine „Kerstin“ – benannt nach Kerstin Oster, Personalvorstand der Wasserbetriebe – fraß sich zwölf Meter unter dem Pflaster der Schwedter Straße durch und formte aus 218 Betonröhren eine 654 Meter lange Röhre mit einem Durchmesser von fast vier Metern. Ab Ende 2018 bekam der Rohbau ein Entleerungspumpwerk, die nötige Sensorik und Armaturen. Die Gesamtinvestition liegt bei rund 20 Millionen Euro.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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