Leerstand endlich beenden
Verordnete fordern ein Konzept für den ungenutzten Rohbau der Schwimm- und Sprunghalle

Der Leerstand an der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) muss endlich beendet werden. Dafür soll sich das Bezirksamt beim Senat einsetzen. Diesen Beschluss fasste die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) auf Antrag der SPD-Fraktion.

Die Schwimm- und Sprunghalle ist seit knapp 20 Jahren in Betrieb. Schwimmer und Turmspringer nutzen sie fürs Training und für Wettbewerbe, zudem ist die SSE eine öffentliche Schwimmhalle. Auch Schulsport findet in ihr statt. Betreiber sind die Berliner Bäderbetriebe. Wer die Halle in der Paul-Heyse-Straße 26 nutzt, ahnt nicht, dass nur ein Teil des Gebäudes heute genutzt wird. Über 5600 Quadratmeter stehen bisher nur im Rohbau. Nicht alles, was seinerzeit geplant worden war, ist letztlich auch umgesetzt worden. Das lag sicherlich auch daran, dass das ganze Bauprojekt teurer geworden war als kalkuliert.

Offenbar geriet in der Berliner Landespolitik dieser leer stehende Teil irgendwann aus dem Fokus. Der Abbau von Schulden stand im Vordergrund, nicht so wichtige Vorhaben wurden auf Eis gelegt. 2018 organisierte der Abgeordnete Tino Schopf einen Besuch der Halle mit Finanzsenator Matthias Kollatz (beide SPD). Kollatz ließ sich durch den unfertigen Teil der Immobilie führen und stimmte zu, dass man aus den Räumen etwas machen müsse. Gerade in Prenzlauer Berg, einem Ortsteil in dem die Grundstückspreise immer weiter in die Höhe schnellen, sei es eigentlich unverständlich, dass im Rohbau fertiger öffentlicher Raum nicht rasch ausgebaut und sinnvoll genutzt wird. Dem Land Berlin stünden dafür inzwischen wieder finanzielle Mittel zur Verfügung.

Geplant und bisher nicht fertiggestellt wurden an der SSE zum Beispiel ein üppiger Saunabereich, ein Fitnessbereich, eine Wassergegenstromanlage, eine doppelstöckige Parkgarage, Büros, Sanitäranlagen und vieles mehr.

Dafür, dass diese Räume endlich ausgebaut und dann auch genutzt werden, sprechen sich auch die Verordneten mit großer Mehrheit aus. Das Bezirksamt soll sich nun dafür einsetzen, dass ein Nutzungskonzept erarbeitet wird. Insbesondere benachbarte Schulen und Sportvereine sollten als künftige Nutzer in Betracht gezogen werden. Bis spätestens April wollen die Verordneten erfahren, welche Nutzungsmöglichkeiten es für die leer stehenden Flächen gibt.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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