Stellwerk soll erhalten bleiben
Neue Technik macht Gebäude am S-Bahnhof Schönholz überflüssig

Im Bezirk hofft man, das Stellwerk am S-Bahnhof Schönholz erhalten zu können.
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  • Foto: SPD-Fraktion Reinickendorf
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Die untere Denkmalschutzbehörde hat die Deutsche Bahn aufgefordert, ein Konzept für Erhalt und Nachnutzung des Stellwerks am S-Bahnhof Schönholz zu entwickeln.

Das Gebäude aus dem Jahr 1934 ist in der Denkmalliste des Bezirks eingetragen. Die bevorstehende Einführung elektronischer Stellwerkstechnik für die S-Bahnlinie 25 macht das Bauwerk vermutlich im kommenden Jahr für den S-Bahn-Betrieb entbehrlich. Nach Informationen des Vorsitzenden des Stadtentwicklungsausschusses der Bezirksverordnetenversammlung (BVV), Ulf Wilhelm (SPD), sind zudem die letzten Weichen und Signale des benachbarten Güterbahnhofs Schönholz bereits auf Handbetrieb umgestellt oder außer Betrieb genommen. Wilhelm hatte sich daher beim Bezirksamt nach einem eventuellen Abriss des Baudenkmals und der Position des Bezirksamtes dazu erkundigt. Er fürchtet zudem einen Verfall des Gebäudes, ähnlich dem ehemaligen Lagerschuppen für den Güterbahnhof.

Bürgermeister Frank Balzer (CDU) hat jetzt Wilhelm geantwortet, dass ein denkmalgeschütztes Gebäude auch nach dessen Funktionslosigkeit als Denkmal geschützt bleibe. Aus der Einführung einer neuen Stellwerkstechnik könne „kein Zusammenhang für einen möglichen Abriss eines Denkmals hergeleitet werden“. Der Eigentümer sei weiter verpflichtet, das Gebäude zu erhalten. Daraus resultiere auch die Aufforderung der Denkmalschutzbehörde im Bezirksamt an die Deutsche Bahn, ein Konzept für Erhalt und Nachnutzung zu entwickeln.

Stadtentwicklungsexperte Wilhelm unterstützt diese Forderung: „Mit den Blick auf die Zukunft erwartet die SPD-Fraktion in der BVV nun eine sinnvolle Nachnutzung für dieses prägende Gebäude. Die Deutsche Bahn darf sich hier als Eigentümer nicht ihrer Verantwortung entziehen.“

Der Bahnhof Schönholz wurde 1877 unter dem Namen "Reinickendorf" in Betrieb genommen. Ein Jahr später erhielt die Station den Namen „Schönholz (Reinickendorf)“ nach der Ortslage des Ortsteils Niederschönhausen im benachbarten Pankow.

Das Stellwerk ist übrigens nicht das einzige geschichtsträchtige Bauwerk am S-Bahnhof Schönholz. Im von dort ausgehenden Grünstreifen entlang der Trasse nach Wollankstraße befindet sich noch ein Stück Mauer, das sich seit einer Grenzbegradigung 1988 offiziell auf Reinickendorfer Gebiet befindet.

Im Bezirk hofft man, das Stellwerk am S-Bahnhof Schönholz erhalten zu können.
Versteckt im Schönholzer Unterholz steht die Reinickendorfer Mauer.
Autor:

Christian Schindler aus Reinickendorf

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