CDU-Abgeordneter fordert mehr Prävention
Einbrüche in Kleingartenanlagen

Nicht immer ist die Umgebung von Kleingärten so belebt wie hier am Nordgraben.
  • Nicht immer ist die Umgebung von Kleingärten so belebt wie hier am Nordgraben.
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  • hochgeladen von Christian Schindler

Der CDU-Abgeordnete Tim-Christopher Zeelen sorgt sich um das Eigentum der Kleingärtner. Die Gründe: Nur jeder zwölfte Laubeinbruch werde aufgeklärt, ein Präventionsprogramm existiere nicht.

Anlass der Sorgen des Politikers ist die Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage seines CDU-Abgeordneten-Kollegen Danny Freymark, der nach der Einbruchskriminalität in Kleingartenanlagen gefragt hatte. Laut einer Führungsinformation der Polizei gab es nach einem Höhepunkt im Jahr 2016 berlinweit im vergangenen Jahr einen Rückgang dieser Einbrüche. Wurden 2015 insgesamt 2695 solcher Vorgänge angelegt, waren es im Jahr 2016 schon 2749. 2017 wurden dann 2220 Fälle vermerkt. Im ersten Halbjahr dieses Jahres gab es einen weiteren Rückgang von rund 16 Prozent.

Diese Entwicklung zeigt sich auch in Reinickendorf. Dort gab es 2015 insgesamt 192 Fälle, ein Jahr später 231 und 2017 wieder genau 192 Fälle. Zur Aufklärung setzt die Polizei keine Sonderermittlungsteams ein. Einbrüche in Lauben werden in den Abschnittskommissariaten bearbeitet, wobei es dann oft dieselben Dienstkräfte seien, die die Fälle bearbeiten und die so über eine gewisse Spezialisierung verfügen.

Geringe Aufklärungsquote

Die Aufklärungsquote dieser Art von Straftaten ist gering. Berlinweit lag sie 2015 bei 5,1 Prozent, stieg dann auf 9,5 Prozent und sank 2017 wieder auf 7,7 Prozent. Für Zeelen ist das zu wenig, weil in vielen Fällen auch größere Vermögensschäden entstehen. Hierzu hat die Polizeiliche Kriminalstatistik auch berlinweite Daten. Für 2015 nennt sie 832.369 Euro an Schadensumme, für den Höhepunkt 2016 schon 1.280.732 Euro. Im vergangenen Jahr waren es dann 721.426 Euro. Die Summen errechnete die Polizei aus dem Verkehrswert des „rechtswidrig erlangten Gutes“.

Zeelen fordert angesichts dieser Zahlen Präventionsmaßnahmen, wie es sie für Hauseigentümer und Mieter schon gebe. Die Polizei bietet eine allgemeine Beratung zum Thema Einbruch unter http://asurl.de/133z an. Die Fachkräfte der Beratungsstelle beim Landeskriminalamt informieren zudem persönlich und kostenfrei montags von 10 bis 18 Uhr sowie dienstags bis donnerstags von 8 bis 15 Uhr unter ¿46 64 97 99 99.

Autor:

Christian Schindler aus Reinickendorf

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