Masken-Verteilung, Impfkamagne, Hilfsangebote
Die aktuelle Lage im Lockdown in Reinickendorf

Claudia Fulhorst (links) und Marie Dunkel, Mitarbeiterinnen im rollenden Familienbüro verteilen auch Masken.
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  • Claudia Fulhorst (links) und Marie Dunkel, Mitarbeiterinnen im rollenden Familienbüro verteilen auch Masken.
  • Foto: Bezirksamt Reinickendorf
  • hochgeladen von Thomas Frey

Fast drei Monate leben wir inzwischen in einem Ausnahmezustand. Ob es ab Mitte Februar wenigstens einige Lockerungen gibt, ist bisher unklar. Gleichzeitig sorgt das Leben im Lockdown für unterschiedliche Erfahrungen, stellen sich Fragen, wird Hilfe benötigt.

Wo gibt es Masken? Am Haupteingang des Rathauses am Eichborndamm 215 werden Montag bis Freitag, jeweils zwischen 9 und 16 Uhr, medizinische Schutzmasken an Menschen mit geringem Einkommen ausgegeben. Sie können außerdem über das neue rollende Reinickendorfer Familienbüro bezogen werden. 2500 Masken stehen dort zur Verfügung. Sie sind vor allem für Familien gedacht, die durch den regelmäßigen Kauf finanziell stark belastet werden.

Beim rollenden Büro handelt es sich um einen umgebauten Bus, der regelmäßig verschiedene Stationen anfährt und Beratungen vor Ort rund um das Thema Familie ermöglicht. Termine gibt es unter ¿85 60 68 62 58, E-Mail: Familienbuero@reinickendorf.berlin.de. Mehr Infos zum rollenden Büro gibt es im Internet unter tinyurl.com/FamilienbueroRdf.

Wie klappt das Impfen? Den Bericht von Horst Viehoefer (Berliner Woche, Ausgabe 4) zur Impforganisation bestätigten inzwischen andere Leserinnen und Leser. Die Einladung sei verständlich, auch das Vereinbaren eines Impftermins habe wenig Probleme bereitet, berichtete ein Ehepaar (81 und 83 Jahre alt). Allerdings gilt auch in ihren Fällen: Sie müssen lange auf die erste Impfung warten. Der Mann ist am 26. Februar an der Reihe, die Frau am 6. März. Jeweils mehr als fünf Wochen nach Erhalt der Einladung.

Manchmal gehe es aber auch schneller, so ihre Erfahrungen. Eine Bekannte hätte sich erst nach ihnen um einen Termin bemüht, wäre aber wenige Tage später bereits an der Reihe gewesen. Auf Nachfrage sei erklärt worden, das könne in Ausnahmen passieren. Wenn zufällig gerade noch ein Zeitfenster frei sei.

Im ehemaligen Flughafen Tegel soll am 10. Februar ein weiteres Impfzentrum eröffnen. Dort wird der Impfstoff des Herstellers Astrazeneca verabreicht, der in Deutschland nur für Menschen zwischen 18 und 64 Jahren empfohlen wird. Deshalb sollen in Tegel noch nicht geimpfte Mitarbeiter aus Seniorenheimen oder ambulanten Diensten ihre Dosis erhalten. Außerdem Personen aus Risikogruppen, die jünger als 65 sind.

Allgemeinverfügung verlängert. Der Bezirk hat die Allgemeinverfügung zu Corona-Quarantänemaßnahmen mittlerweile bis zum 30. April verlängert. Die Vorgabe besagt, dass sich Menschen sofort und selbstständig in häusliche Isolation begeben müssen, wenn sie positiv auf Covid 19 getestet worden sind. Dadurch soll vor allem das Gesundheitsamt entlastet werden.

Die Fallzahlen sanken zwar zuletzt auch in Reinickendorf. Sie seien aber weiter zu hoch, erklärte das Bezirksamt. Zudem wäre noch nicht absehbar, welche Auswirkungen es durch die zuletzt im Humboldt-Klinikum aufgetretenen Mutationen noch geben könnte.

Essen für Pflegekräfte. Es gibt verschiedene Aktionen, um Geschäften und Restaurants zu helfen. Von der Plattform tegelgutscheine.de, einer Initiative der SPD Frohnau, sollen sowohl Gaststätten als auch das Krankenhaus-Personal profitieren. Die SPD ruft Menschen dazu auf, bei Lokalen im Ortsteil Gutscheine zu kaufen. Die werden dann an die Pflegekräfte weiter gegeben. Bereits im Dezember hatten der Abgeordnetenhauskandidat Dr. Kai Kottenstede und Björn Hawlitschka, Bewerber für die BVV mehr als 1000 Euro unter Genossinnen und Genossen gesammelt und mit dem Geld Essensgutscheine erworben. Sie gingen kurz vor Weihnachten an das Dominicus-Krankenhaus in Hermsdorf. Eine Übersicht der teilnehmenden Restaurants sowie weitere Informationen findet sich unter www.spd-frohnau.de.

Home-Schooling. Beim digitalen Unterricht ist der Campus Hannah Höch anderen Schulen voraus. Dank der sukzessiven Einführung der HPI Schul-Cloud sei der interaktive Austausch zwischen Schülern und Lehrern sichergestellt. Alle erhielten schuleigene E-Mail-Adressen zum Betreten dieses besonderen Klassenzimmers. Bei Bedarf seien auch mobile Endgeräte verteilt worden. Deren bestellte Zahl wäre ebenfalls eingetroffen. Bei den iPads allerdings ohne Tastaturhüllen. Die wurden dann über die Schülerfirma auf eigene Kosten gekauft.

"Es kommt uns zu Gute, dass wir uns frühzeitig auf Phasen des schulisch angeleiteten Lernens zu Hause vorbereitet haben", erklärte Direktorin Viola Ristow. Genauso wichtig wäre es aber, "dass wir trotz aller Digitalisierung das Analoge nicht aus dem Blick verloren haben."

Claudia Fulhorst (links) und Marie Dunkel, Mitarbeiterinnen im rollenden Familienbüro verteilen auch Masken.
Digital gut ausgerüstet: Schülerinnen und Schüler des Campus Hannah Höch.
Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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