Anzeige

Freud und Leid im Bezirk: Landesligisten stark – Berlin-Ligisten enttäuschen

Danny Teichfischer (rot) und der VfB Hermsdorf überwintern in der Landesliga nach einem etwas schwächeren Saisonstart auf Platz sechs.
Danny Teichfischer (rot) und der VfB Hermsdorf überwintern in der Landesliga nach einem etwas schwächeren Saisonstart auf Platz sechs. (Foto: Michael Nittel)

Unterschiedlicher könnte eine Bilanz über das Abschneiden der Reinickendorfer Fußballteams in der Hinrunde nicht ausfallen: Während der Wittenauer SC Concordia, der VfB Hermsdorf und der Frohnauer SC in der Landesliga auf eine ordentliche bis sehr gute erste Saisonhälfte zurückblicken können, herrscht bei den Füchsen Berlin und dem Nordberliner SC Tristesse: Beide Klubs stecken in der Berlin-Liga in akuter Abstiegsgefahr.

Mit nur zwei Siegen, vier Remis und schon elf Niederlagen überwintert der Nordberliner SC in Berlins höchster Spielklasse auf dem 17. und damit vorletzten Tabellenplatz. Der Abstand zu den Nichtabstiegsrängen beträgt zwar nur vier Punkte – aber die Leistungen der Hinrunde geben momentan nur wenig Anlass zur Hoffnung. Coach Mario Kreisel muss es primär gelingen, in der Vorbereitung die Köpfe seiner Spieler freizubekommen – Fußball spielen können sie. Und schlimmer kann es eigentlich nicht mehr werden.

Auch bei den Füchsen ist man mit der Hinrunde alles andere als glücklich: Nur einen einzigen Zähler liegen die Füchse über dem Strich – allerdings haben sie ein Spiel weniger absolviert als die Konkurrenz, da das Duell des letzten Spieltages gegen den SFC Stern 1900 den Witterungsbedingungen zum Opfer gefallen war. Coach Kai Brandt wurde mittlerweile durch Guido Perschk ersetzt – der Erfolg hat sich aber noch nicht eingestellt. Das größte Problem der Füchse: zu viele Gegentreffer. 45 Mal musste Schlussmann Angelo Kempf den Ball aus dem Netz holen – damit haben die Füchse die zweitschlechteste Abwehr der gesamten Liga.

Der Top-Torjäger ist zurück

Überwiegend strahlende Gesichter sieht man indes bei den Landesligisten: Der Wittenauer SC Concordia belegt in der 1. Abteilung einen tollen dritten Platz und liegt nur zwei Punkte hinter einem Aufstiegsrang zurück. Hätte man in den letzten Wochen gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte nicht so viele Zähler liegen gelassen, wäre noch mehr drin gewesen. Doch bei Concordia ist man mit dem Abschneiden absolut zufrieden. Besonders erfreulich: Nachdem Angreifer Maxim Morlang zu Beginn der Spielzeit einen Schädelbruch erlitten hatte, ist er mittlerweile wieder zurück. Und wie! Beim 9:0-Erfolg am letzten Spieltag beim abgeschlagenen Schlusslicht BSV Hürtürkel hatte Morlang mit einem Viererpack maßgeblichen Anteil am Erfolg.

Der VfB Hermsdorf überwintert nach einem etwas schwächeren Saisonstart auf Platz sechs. Die Aufstiegsränge liegen zwar schon sieben Punkte weit entfernt. Doch in den letzten Wochen zeigte die Formkurve nach oben: Fünf der insgesamt acht Siege wurden seit Ende Oktober eingefahren.

Den Frohnauer SC muss man auf dem Zettel haben

Und last but not least der Frohnauer SC – das vielleicht heißeste Eisen im Feuer: In der 2. Abteilung überwintert die Truppe um Coach Olaf Jahn auf dem vierten Platz, liegt aber nur einen einzigen Zähler hinter einem Aufstiegsrang zurück. Die Frohnauer – vielerorts als die jungen Wilden der Liga tituliert – sind als Aufsteiger im Duell mit den Topfavoriten SC Charlottenburg, 1. FC Wilmersdorf und SC Gatow zwar nur krasser Außenseiter im Aufstiegsrennen: Allerdings konnte man Gatow im letzten Spiel der Hinrunde besiegen. Wenn man jedoch sieht, wie die junge Truppe aus dem hohen Norden schon jetzt mit Rückschlägen und schwierigen Situationen umgeht, dann kann man erahnen, dass man den Frohnauer SC immer auf dem Zettel haben sollte.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt