Höher, schneller, weiter: Sport im Park zieht Bilanz und blickt voraus

Rund 5000 Menschen, mehr Frauen als Männer, haben in der Zeit von Juli bis Oktober das Projekt „Sport im Park“ wahrgenommen.
  • Rund 5000 Menschen, mehr Frauen als Männer, haben in der Zeit von Juli bis Oktober das Projekt „Sport im Park“ wahrgenommen.
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Reinickendorf. Mit einer großen Abschlussveranstaltung am 28. Oktober sowie den sportlichen Angeboten „Spiel Dich fit!“ und „Rückenfit“ am 31. Oktober ist das Projekt „Sport im Park“ offiziell beendet worden.

Oder sollte man besser sagen: Die erste Saison des Projektes ist beendet. Denn es werden zurzeit intensive Verhandlungen über eine Fortsetzung geführt. Und dabei haben alle Seiten – sowohl die durchführenden Vereine als auch der Zuwendungsgeber – sehr großes Interesse bekundet, dass das Projekt im Jahr 2018 nicht nur fortgeführt, sondern sogar ausgebaut werden soll.

„Zunächst einmal sind wir mit der Resonanz in den letzten vier Monaten sehr, sehr zufrieden“, freut sich Projektleiterin Stephanie Panzig. „Zwar hat das Wetter in diesem Sommer nicht immer mitgespielt – aber das hat glücklicherweise nur wenige abgeschreckt.“ Rund 5000 Menschen haben das vom TSV Berlin-Wittenau, dem VfL Tegel und dem VfB Hermsdorf initiierte, vom Berliner Senat und der AOK Nordost finanzierte Projekt mit seinen 30 sportlichen Angeboten in den Monaten Juli bis Oktober besucht. Der Zulauf auf der Rathauswiese am Rathaus Reinickendorf sei sehr groß gewesen – auf der Festwiese an der Calauer Straße im Märkischen Viertel hätte man sich indes den einen oder anderen Interessierten mehr gewünscht. Der Großteil der Teilnehmer waren Frauen. Der Schwerpunkt lag, so die Projektleiterin, zudem bei Menschen über 50 Jahren. „Männer brauchen häufig den Wettkampfcharakter: Höher, schneller, weiter“, weiß die Fitness- und Leichtathletiktrainerin Stephanie Panzig zu berichten. „Wir hatten solche Angebote zwar auch im Programm. Und der eine oder andere Mann hat sich ja auch dahin verirrt. Für uns ist es aber definitiv eine große Motivation zu überlegen, was wir für das nächste Jahr neu gestalten können, um diese Zielgruppe, aber auch noch mehr jüngere Menschen, für uns zu gewinnen.“

Tegel soll als Standort hinzukommen

Dieses Motto – höher, schneller, weiter – könnte im Übrigen auch für das gesamte Projekt und seine Zukunft stehen: „Wir sind sehr optimistisch, dass das Projekt nicht nur fortgeführt, sondern sogar ausgebaut werden kann. Wir sind intensiv am planen, führen eifrig Gespräche und sind bis dato auf allen Seiten auf positive Resonanz gestoßen“, wagt Stephanie Panzig den Blick voraus. Auch die Zuwendungsgeber hätten signalisiert, dass sie vom Projekt und seinen Ergebnissen begeistert seien. Interesse und Bereitschaft für eine Fortsetzung seien vorhanden. „Wir hoffen deshalb sehr, bis Ende des Jahres die Gespräche abgeschlossen zu haben, so dass das Projekt und sein künftiger Umfang bis dahin stehen werden.“ Da insbesondere in Tegel großes Interesse bekundet worden ist, ist sehr wahrscheinlich, dass es künftig auch dort einen Standort für „Sport im Park“ geben wird. Zudem ist Stephanie Panzig zuversichtlich, dass das Projekt bereits 2018 über die Grenzen Reinickendorfs hinaus angeboten werden kann und dass zudem auch neue Sportvereine mit ins Boot kommen werden.

Da noch ein wenig Geld übrig geblieben sind, werden drei sportliche Angebote bis Ende des Jahres weiterlaufen: Jeweils montags von 9.30 bis 10.30 Uhr sowie von 10.30 bis 11.30 Uhr können sich alle Interessierten kostenfrei beim Walking ausprobieren. Jeweils mittwochs von 10 bis 11 Uhr steht Nordic-Walking auf dem Programm. Treffpunkt ist jeweils die Sackgasse der Rosentreterpromenade im Steinbergpark. min

Weitere Informationen gibt es unter www.sportimpark.berlin.
Autor:

Michael Nittel aus Reinickendorf

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