Füchse verkürzen Abstand zu Nichtabstiegsrängen
Totgesagte leben länger

Dag Rüdiger (grün) und die Füchse Berlin haben in der Berlin-Liga zuletzt zwei Lebenszeichen gesendet.
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Hand aufs Herz! Wer gesehen hat, wie die Füchse Berlin in der Hinrunde der Berlin-Liga über weite Strecken „Fußball“ gespielt haben, hätte das nicht mehr für möglich gehalten: Die Rettung ist möglich.

Nachdem das Team nach 17 von 34 Spieltagen aufgrund der mageren Punkteausbeute und zahlreicher indiskutabler Auftritte als sicherer Absteiger galt, kamen die Grün-Weißen zunächst mit sehr respektablen Leistungen aus der Winterpause zurück, bevor sie nun zwei Siege in Folge einfahren konnten.

Damit verkürzten die Reinickendorfer den Abstand auf die Nichtabstiegsplätze auf sieben Punkte. Und bei noch elf ausstehenden Spielen muss man kein Mathematik-Genie sein, um festzustellen: Da geht noch was!

Nach dem 2:1-Erfolg über den SV Empor triumphierten die Füchse beim Tabellenvierten Berliner SC souverän mit 4:1 und konnten innerhalb von nur sieben Tagen die Saisonsiege zwei und drei einfahren.

„Sind das unsere Füchse?“ Fans, die die Reinickendorfer in der Hinrunde live gesehen hatten, müssen sich beim Gastspiel in Wilmersdorf die Augen gerieben haben: Mit einer reifen und konzentrierten Leistung wurde der BSC, eines der Überraschungsteams der laufenden Saison, in die Schranken gewiesen. Wichtig war vor allem, dass die Füchse von der ersten Sekunde an hellwach und schon nach 19 Sekunden (!) durch Philipp Engel in Führung gegangen waren. Der gleiche Spieler war es auch, der unmittelbar nach dem Wechsel mit seinem Tor zum 3:0 für die Vorentscheidung gesorgt hatte. Die weiteren Treffer für die Grün-Weißen hatten Winterneuzugang Leonard Kirschner und Michael Trotzer erzielt. Auch für Füchse-Coach Mario Reichel muss dieser Sieg etwas ganz Besonderes gewesen sein – schließlich hat er auch schon den BSC trainiert und noch immer den einen oder anderen guten Draht an die Hubertusallee.

Kontrahenten punkten kaum

Durch diese jüngsten Erfolge haben die Füchse nun also wieder Tuchfühlung aufgenommen und profitierten am 23. Spieltag auch davon, dass die Konkurrenz im Abstiegskampf Federn ließ: Alle Kontrahenten, beginnend mit dem Frohnauer SC auf Platz elf, blieben mit Ausnahme des BFC Preussen sieglos. Und so warten auf die Füchse und ihre Fans noch richtig heiße Wochen – mit der Hoffnung, dass das Team noch bis zum letzten Spieltag, dem 31. Mai, um den Verbleib in Berlins höchster Spielklasse mitkicken wird.

Ein weiteres wichtiges Spiel steht bereits am Freitag, 29. März, auf dem Programm. Dann empfangen die Füchse im Wackerstadion an der Kienhorststraße 170 den SC Charlottenburg. Und der belegt zurzeit mit Rang 15 den ersten Nichtabstiegsplatz. Mit einem weiteren Sieg könnten die Füchse also erneut wichtigen Boden gutmachen und die Konkurrenz noch mehr unter Druck setzen.

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