Fördermittel für die „Käseglocke“
30 000 Euro zur weiteren Sanierung der Königin-Luise-Gedächtniskirche

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die größte private Initiative für den Denkmalschutz in Deutschland, unterstützt die Sanierung der Königin-Luise-Gedächtniskirche auf der Schöneberger Insel ein weiteres Mal.

Die DSD hat Pfarrer Olaf Hansen einen Fördervertrag über 30 000 Euro überreicht. Die Mittel kommen von der Beck'schen Stiftung und der Glücksspirale, der Rentenlotterie von Lotto. Gedacht ist der Betrag für die Instandsetzung der Kirchenkuppel und für die Freilegung des Innenwandbilds „Bergpredigt“.

„Die Königin-Luise-Kirche gehört zu den über 180 Projekten, die die Denkmalstiftung dank privater Spenden und Mittel der Glücksspirale allein in Berlin fördern konnte“, so eine DSD-Sprecherin.

Mit der denkmalgerechten Sanierung des Sakralbaus auf dem Gustav-Müller-Platz wurde im Jahr 2016 begonnen. Zwar überstand die Kirche den Zweiten Weltkrieg nahezu unbeschadet. Aber nach über 100 Jahren seit der Einweihung hat die Außenhülle gelitten.

1905 hatte die evangelische Gemeinde von der Bahnhof Schöneberg Bodengesellschaft ein Grundstück auf dem Gustav-Müller-Platz erworben. 1908 fand ein erster Architekturwettbewerb statt. Doch von den 168 eingereichten Entwürfen wurde keiner verwirklicht. An dem folgenden engeren Wettbewerb beteiligten sich fünf Architekten. Sieger wurde der Friedenauer Fritz Berger. In Anlehnung an den Barock schuf er eine Kuppelkirche über einem achteckigen Grundriss. Die Grundsteinlegung fand am 100. Todestag der namensgebenden Königin von Preußen statt. Zur Einweihung am 10. März 1912, dem 136. Geburtstag der Königin, kam Hohenzollernprinz August Wilhelm. Bald hatte die Königin-Luise-Gedächtniskirche einen Beinamen im Volksmund: Käseglocke.

Eine erste Umgestaltung des Kircheninneren gab es im Jahr 1928. Der Kunstmaler Hermann Sandkuhl (1872-1936) gestaltete vier Wandbilder. Sandkuhl war seit 1923 Professor an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin, später auch Leiter der dortigen Abteilung für religiöse Kunst. Die Bilder verschwanden wieder unter Putz bei einer Renovierung im Jahr 1962. Zuletzt erfuhr der Innenraum der Kirche eine Veränderung 1979. Der Kladower Bildhauer Volkmar Haase (1930-2012) gestaltete Altar und Kreuz.

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