Seine Leidenschaft ist die Musik: Schlagzeuger Brian Smith

Ein Schotte, der in Südafrika aufgewachsen ist, spielt in Berlin nicht nur Schlagzeug, sondern singt auch französische Chansons: Brian Smith.
  • Ein Schotte, der in Südafrika aufgewachsen ist, spielt in Berlin nicht nur Schlagzeug, sondern singt auch französische Chansons: Brian Smith.
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Wenn es um Computer geht, ist Brian Smith hilfreich zur Stelle. Seine zweite Leidenschaft gilt aber der Musik.

Bis Brian fünf Jahre alt war, lebte die Familie im schottischen Städtchen Bonnybridge. Aufgewachsen ist er dann mit drei Schwestern und einem Bruder in Südafrika. In der Band seiner Schule machte Brian Smith erste Erfahrungen. Er spielte die Schlaginstrumente „und immer nur Marschmusik“, erinnert er sich. Nach der Schulzeit habe er sich ein wenig in Pop-Musik auf dem Schlagzeug versucht. „Das war nicht mein Ding“, sagt Smith heute. Danach fand er für sehr lange Zeit keine Gelegenheit mehr, Schlagzeug zu spielen.

Als Erwachsener kehrte er nach Europa zurück, lebte zunächst zwei Jahre in London und danach sechs Jahre in Paris. Seit drei Jahrzehnten ist er nun schon Berliner. Er vermisst weder Schottland noch Südafrika. „Ich fühle mich sehr eingedeutscht“, erzählt Brian Smith, der seit vier Wochen auch deutscher Staatsbürger ist.

Als das Café „Bilderbuch“ in der Akazienstraße vor 20 Jahren eröffnete, sei er sofort hineinspaziert und habe bald freundschaftlichen Kontakt zur damaligen Inhaberin geknüpft. Heute ist Melanie Grüneberg „Bilderbuch“-Chefin, und Brian Smith ist dem Hause nach wie vor verbunden. Er kümmert sich um die Musikanlagen im Café – und singt zum Spaß, früher Cowboy-Songs, heute unter anderem Hits von Elton John oder Cat Stevens sowie Chansons. Das Französische kommt ihm dank Paris mühelos über die Lippen. „Café und Bühne sind mein Lieblingsort und wie mein Zuhause“, bekennt er.

Vor zwei Jahren ereignete sich etwas Entscheidendes. Über die Jazz-Sängerin Josefin Karacan lernte Brian Smith den Musiker Andreas Discher kennen, der zu Hause regelmäßig Jazz-Partys gab. „Ich war immer als Gast dort“, so Smith. Eines Abends probierte er sich am Schlagzeug aus, einfach nur so. Die anderen waren begeistert: „Das machst du aber super“, lautete das einhellige Lob. Durch Zufall war ein Talent entdeckt. „Ich habe vorher nie Jazz gespielt. Ich muss aber nichts üben. Es kommt von innen heraus“, sagt Brian Smith.

Da traf es sich gut, dass das Café Bilderbuch, in dem seit jeher Jazz gespielt wird, zu Jahresanfang die Band ausgewechselt hat. Nun spielen Andreas Discher (Tasteninstrumente) und Brian Smith (Schlagzeug), Josefin Karacan (Gesang), Toby Schiller (Saxophon, Klarinette, Gesang) und Masataka Koduka (Kontrabass) jeden ersten Mittwoch im Monat ab 20.30 Uhr gratis im gemütlichen Salon Jazz-Evergreens. Zusammen sind sie jetzt das Dischermann & Smith Quintett.

Autor:

Karen Noetzel aus Schöneberg

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