Anfang Januar wird verhandelt
Potse kündigt Proteste gegen Räumungsklage an

Noch mindestens bis zum 8. Januar wird Jugendstadtrat Oliver Schworck (SPD) gezwungen sein, regelmäßig 16 000 Euro an den Eigentümer der Potsdamer Straße 180 zu überweisen.

Soviel kostet den Bezirk jeden Monat der illegale Verbleib des selbstverwalteten Jugendclubs Potse. Für den 8. Januar, gut ein Jahr, nachdem die Potse-Punker sich entgegen der Absprache geweigert hatten, die Schlüssel zurückzugeben, ist vor dem Landgericht Berlin die Verhandlung der bezirklichen Räumungsklage gegen das Jugendzentrum anberaumt worden.

Die Jugendlichen protestieren. Kürzlich demonstrierten sie vor dem Hochbunker in der Pallasstraße. Im Bunker würden sie gerne ihre Treffs und Konzerte veranstalten. 6000 feuchte Quadratmeter Fläche zu sanieren käme aber exorbitant teuer. Für den 29. September ruft Potse zur „Großdemonstration“ vor der Potsdamer Straße 180 auf.

„Für das Kollektiv der Potse ist es klar, dass sie die Räume in der Potsdamer Straße 180 solange weiternutzen, bis es für Drugstore und Potse ausreichend Räume für alle Nutzungen gibt, die die Kollektive in den Jahrzehnten an Jugendarbeit entwickelt und ausgebaut haben“, hat Potse Mitte August mitgeteilt.

Für „leise“ Veranstaltungen des Jugendclubs Drugstore konnte der Bezirk Räume in der Potsdamer Straße 134-136 anmieten. Der notwendige Umbau hat allerdings noch nicht begonnen. Für eine Übergangszeit will Jugendstadtrat Oliver Schworck Probenräume in der Tempelhofer Bergholzstraße mieten. Und auch hinsichtlich eines temporären Veranstaltungsorts für Konzerte ist Schworck auf einem guten Weg. In den nächsten Tagen will der Stadtrat offiziell mitteilen, dass er einen Saal gefunden hat. Die notwendigen Finanzmittel sind im nächsten Doppelhaushalt vorgesehen, „noch mehr Geld als in diesem Jahr und in den Vorjahren“, so Schworck.

Autor:

Karen Noetzel aus Schöneberg

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