Bis zu 500 Teilnehmer werden erwartet
Der Life Run der Berliner Aids-Hilfe feiert ein Jubiläum

Rund 500 Läuferinnen und Läufer werden beim diesjährigen Life Run der Berliner Aidshilfe auf dem Tempelhofer Feld erwartet.
  • Rund 500 Läuferinnen und Läufer werden beim diesjährigen Life Run der Berliner Aidshilfe auf dem Tempelhofer Feld erwartet.
  • Foto: BAH
  • hochgeladen von Karen Noetzel

Die Berliner Aids-Hilfe begleitet HIV-Positive und Aidskranke seit mehr als drei Jahrzehnten und veranstaltet seit zehn Jahren den Life Run. Am Sonntag, 22. September, findet der Jubiläumslauf statt.

Peter, ein passionierter Läufer, wird im Freddie Mercury-Outfit an den Start gehen. Der Queen-Leadsänger, Musikidol der Siebziger und Achtziger, starb 1991 an Aids. Mit dem Life Run wollen er und die anderen Läufer, HIV-Negative und HIV-Positive, ein Zeichen setzen für mehr Akzeptanz gegenüber Menschen mit HIV, Hepatitis C, Aids und anderen chronischen Erkrankungen. „Wir möchten dafür kämpfen ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, in dem sexuell übertragbare Infektionskrankheiten nicht mehr mit Scham und Stigma verbunden sind“, erklären die Veranstalter. Denn Ende 2017 lebten nach Schätzungen des Robert Koch Instituts 86 000 Menschen in Deutschland mit einer HIV-Infektion, in Berlin 14 900.

Läufer Achim schreibt begeistert an die Aids-Hilfe, dass der Life Run ein sympathischer Wettbewerb sei. „Kein manisches Stoppuhr-Gegeiere, viel Lachen und den schmackigsten Applaus für die Allerletzten. Wer läuft, der hat eben noch was vor, der will leben.“ Dieser Maxime folgen in der Regel rund 500 Frauen und Männer auf der fünf oder zehn Kilometer langen Laufstrecke. Die meisten Teilnehmer kommen aus Berlin. Darunter Firmen mit eigenen Mannschaften. Selbst Berlin-Besucher melden sich zum Lauf an.

Ralph Ehrlich, Vorstand der Berliner Aids-Hilfe, Aktivist des Christopher Street Days (CSD) Berlin und selbst von einer HIV-Infektion betroffen, ist Erfinder des Laufs. „In Berlin gab es vor zehn Jahren keine derartige Benefizveranstaltung“, erläutert der Pressesprecher der Berliner Aids-Hilfe Jens Petersen. Vorbilder waren der Lauf für mehr Zeit in Frankfurt am Main oder auch der Run of Colors in Köln. Im vergangenen Jahr hat Ehrlich die Organisation in die Hände von Kerstin Wandrey und Karina Kluge gegeben. Die beiden begeisterten Läuferinnen werden unterstützt von vielen freiwilligen Helfern, aber auch von Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern.

Der Lauf selbst findet traditionell auf dem Tempelhofer Feld statt. „Weil es zentral gelegen ist und ausreichend lange Strecken bietet“, erläutert der Pressesprecher. „Das Tempelhofer Feld hilft uns aber auch, Kosten wie zum Beispiel für Straßensperrungen zu sparen.“ So kommt der Erlös aus dem Life-Run zu 100 Prozent und ohne Abzug direkt Menschen mit HIV/Aids beziehungsweise den Hilfsangeboten der Berliner Aids-Hilfe zugute.

Das Programm für den 22. September unter dem Motto „Laufen – Spenden – Helfen gegen Aids“ steht. Start- und Zielpunkt ist auf dem Tempelhofer Feld. Teilnehmer können auf dem Rundkurs Strecken über fünf oder zehn Kilometer walken oder laufen. Start ist jeweils um 12 Uhr. Eine Urkunde gibt es sofort nach dem Zieleinlauf. Unter allen Läufern werden im Anschluss Preise verlost. Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro. Anmeldungen sind bis 15. September auf https://bwurl.de/14gw, danach nur mit Barzahlung bis 21. September im Café Ulrichs der Berliner Aidshilfe, Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße 11, und am Lauftag selbst von 10.30 bis 11.30 Uhr im Start- und Zielbereich auf dem Tempelhofer Feld möglich.

Weitere Informationen rund um den Life Run gibt es auf www.berlin-aidshilfe.de.

Autor:

Karen Noetzel aus Schöneberg

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