Bequem über die Yorckbrücken

Schöneberg. Präzisionsarbeit für die Männer an Kran und Tieflader. Ende Januar wurden vier Stücke der Yorckbrücken demontiert und zur Instandsetzung auf einer nahe gelegenen Brache abtransportiert.

Eine ist die Yorckbrücke Nummer 11. Sie ist über 100 Jahre alt, 40 Tonnen schwer und Teil des überregional wie touristisch wichtigen Fernradwegs von Berlin nach Leipzig und damit bedeutsam für das Berliner Radwegenetz.

Der Grünzug ist Kernstück eines Konzepts, die dicht bebaute Berliner Innenstadt mit den Außenbezirken der Metropole zu verbinden. Er verknüpft Grünanlagen miteinander, den Park am Gleisdreieck und den Flaschenhalspark mit dem Natur-Park Schöneberger Südgelände und dem Hans-Baluschek-Park und vernetzt alles mit der Schöneberger Schleife.

Der Weg über die Yorckstraße war bislang nur behelfsmäßig auf der provisorisch hergerichteten Brücke Nummer 10 aus den 30er-Jahren möglich. Ziel der Baumaßnahme sei es, eine durchgängige Fuß- und Radwegeverbindung im Nord-Süd-Grünzug zwischen dem Park am Gleisdreieck und dem Flaschenhalspark herzustellen und diese weiter auszubauen, heißt es aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

Fünf der 30 denkmalgeschützten Yorckbrücken, Nummer 10, 11, 14, 15 und 17, werden nun sandgestrahlt, instandgesetzt, neu beschichtet und voraussichtlich im September auf die auf Kosten der Bahn-Tochter DB Netz AG sanierten Brückenwiderlager aufgesetzt. Brücke Nummer 10 wird bis November an Ort und Stelle repariert und dafür nur um einen Meter aus ihren Angeln gehoben und eingerüstet. Wer die Sanierung welcher Brücke in einer Gesamthöhe von über vier Millionen Euro finanziert, ist unterschiedlich. Beteiligt sind das Land Berlin, die Bahn und der Bund. Die Kosten für die Brücke Nummer 15 über 910 000 Euro trägt Tempelhof-Schöneberg. Nach abgeschlossener Sanierung verbleibt sie im Eigentum der DB Netz AG. Der Bezirk kommt fortan für die Unterhaltung der sogenannten Pendelstützen der Brücken auf. Eigentümerin der Brücken 10, 11, 14 und 17 wird das Land Berlin, das auch für deren Unterhaltung aufkommt. KEN

Autor:

Karen Noetzel aus Schöneberg

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