Blumen statt Autoblech
Kiezinitiative will Parkplätze für die Nachbarschaft zurückerobern

Hängende Gärten statt Autoblech: Die Rosenheimer Straße zeigt, wie sich Parkplätze sinnvoll zurückerobern lassen.
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  • Hängende Gärten statt Autoblech: Die Rosenheimer Straße zeigt, wie sich Parkplätze sinnvoll zurückerobern lassen.
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Wie könnte Schöneberg Nord wohl ohne Parkplätze aussehen? Der Frage ist jetzt die Initiative "Kiez erFahren" nachgegangen und zeigt an fünf Standorten, wie sich öffentlicher Parkraum zurückerobern lässt.

Zwölf Quadratmeter Fläche besetzt ein parkendes Auto im Durchschnitt. Das sind zwölf Quadratmeter wertvoller öffentlicher Raum, die in der immer dichter besiedelten Großstadt verlorengehen. Dabei könnten die Parkplätze als "Schöne Flächen" von der Nachbarschaft genutzt werden – für Blumenbeete zum Beispiele, für Sport und Bewegung oder einfach nur für ein Plauderstündchen am Straßenrand. So jedenfalls stellt sich die Kiezinitiative "Kiez erFahren" ein Schöneberg ohne Parkplätze vor.

Damit sich von dieser Idee jeder selbst ein Bild machen kann, hat das Team unter Trägerschaft des Bezirksamts zusammen mit Landschaftsarchitekten fünf sogenannte schöne Flächen ausgesucht und alternativ "besetzt". Es sind die Dennewitzerstraße, Ecke Bülowstraße, die Zietenstraße, Ecke Bülowstraße, die Pallasstraße 5, die Motzstraße 24 und die Rosenheimer Straße 4. Diese umgestalteten Flächen laden noch bis zum 26. September zur Diskussion und nachbarschaftlichen Kommunikation ein. "So witzig, bunt und schön kann Straße sein", findet auch Verkehrsstadträtin Christiane Heiß (Grüne). "Die schönen Flächen spielen mit unseren Ideen von drinnen und draußen." Wer sich informieren will, kommt einfach vorbei und diskutiert mit. Mit dabei ist auch die schöne Fläche "Waschtag", die die Hausgemeinschaft "Kumi*13", Kurmärkischische Straße, gestaltet hat. Dorthin wird am 24. September von 17 bis 20 Uhr zum Gespräch eingeladen.

"Kiez erFahren" ist ein Projekt des Bezirksamts und zielt langfristig auf den Klimaschutz und die Verkehrs- und Mobilitätswende ab. Den ruhenden Verkehr zu minimieren, gehört dazu. Denn parken weniger private Autos in den Straßen, steht der Raum wieder der Nachbarschaft zur Verfügung.

Mehr Informationen unter www.kiezerfahren.berlin

Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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