B wie Bauen: Bürgermeister Kleebank besichtigt Schulbaustellen in Hakenfelde

Hier soll das neue Jugendhaus hin: Helmut Kleebank (Mitte) mit Erek Hilgendorf und Katharina Behrens.
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Hakenfelde. Bauen, reparieren, sanieren: Das sind die wichtigsten Vokabeln beim Thema Schulen im Bezirk. Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) hat die Sommerzeit genutzt, um sich vor Ort über die Arbeiten zu informieren.

Seine zweite „Baustellentour“ führte Helmut Kleebank diesmal nach Hakenfelde. Katharina Behrens und Erek Hilgendorf von der Liegenschaftsverwaltung (Facility Management) begleiteten ihn dabei. Erste Station war das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. Die Schule liegt zwar nicht in Hakenfelde, gehört aber nahe der Altstadt zu den größeren Bauprojekten im Bezirk. Entlang der Galenstraße entsteht dort gerade für rund fünf Millionen Euro ein modularer Schulerweiterungsbau (MEB) mit 24 Unterrichtsräumen. Auf die bauliche Erweiterung warten Lehrer und Schüler schon länger. Die soll jetzt mit dem MEB bis 2017 auch kommen. Gebaut wird auf dem schuleigenen Sportplatz, der damit wegfällt. Auf dem benachbarten Gelände der ehemaligen Reiterstaffel soll dafür aber eine Sporthalle mit Außenanlagen gebaut werden. Der Bezirk und sein Schulamt hatten lange darum gekämpft, das landeseigene Grundstück in die eigene Verwaltung übernehmen zu können, um den Gymnasium mehr Platz zu schaffen. Wie Helmut Kleebank informierte, habe der Portfolioausschuss im Abgeordnetenhaus inzwischen sein Okay gegeben, das Grundstück an den Bezirk zu übertragen. Die Kosten für den MEB, die Sporthalle und den Umbau der Schulanlage belaufen sich auf 11,6 Millionen Euro, finanziert aus Landesmitteln. Ferner fließen 4,5 Millionen Euro aus dem Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz Altstadt Spandau in die Sanierung der Gebäude der früheren Reiterstaffel.

Unweit der Galenstraße liegt die Wolfgang-Borchert-Schule. Auch dort soll ein MEB die Raumnot lindern. Er entsteht bis Ende 2016 am Hauptstandort Blumenstraße 13. Die Integrierte Sekundarschule (ISS) kann dann ihre Filiale am Borchertweg 2 aufgegeben. „Allerdings nicht sofort“, sagte Katharina Behrens. Denn erst muss das Schulhauptgebäude saniert werden und damit geht es nicht vor 2018 los. Insgesamt werden in die Borchert-Schule rund 7,4, Millionen Euro investiert.

Von dort ging es weiter zur Heinrich-Böll-Oberschule. Gebaut wird dort zwar immer noch nicht, aber 2019 soll es mit dem Ersatzbau endlich losgehen. Und zwar zügig, denn das Bauprojekt wurde erst kürzlich in das Modellvorhaben beschleunigter Schulneubau aufgenommen. Will heißen, das neue Haus könnte in vier oder fünf Jahren bezugsfertig sein. Eigentlich sollte der erste Spatenstich schon 2013 erfolgen. Doch der Baustart hatte sich immer wieder verschoben, weil der Senatsverwaltung das nötige Bedarfsprogramm aus dem Schulamt fehlte. Das habe dann schließlich federführend das Facility Management übernommen, teilte dessen Leiterin Katharina Behrens mit.

Nächstes Ziel war die Goltzstraße Ecke Mertensstaße. Dort soll eine Inklusive Schwerpunktschule für „Geistige Entwicklung“ nebst Sporthalle hin. Kosten: rund 21 Millionen Euro. Ausgeschrieben wird europaweit. Einen Termin für den Baustart gibt es allerdings noch nicht. Für den Standort fehlen noch sämtliche Planungsunterlagen.

Jugendfreizeiteinrichtung ab 2021

Letzte Station der zweistündigen Tour war der Krienickesteig Ecke Triftstraße. Auf der ungepflegten Grünanlage soll eine Jugendfreizeiteinrichtung für die Neustadt entstehen. „Derzeit wird das Bedarfsprogramm erstellt“, informierte Helmut Kleebank. Baubeginn soll Mitte 2018 sein, Bauende spätestens 2021. Kosten: 4,8 Millionen Euro. Die neue Jugendeinrichtung ist das dritte Bauvorhaben seiner Art im Bezirk. An der Götelstraße in Wilhelmstadt wird der Sportjugendklub abgerissen und neu gebaut. Ein neues Jugendhaus entsteht auch am Räcknitzer Steig.

2016 werden im Bezirk insgesamt 34 größere Schulbaumaßnahmen realisiert. Die Gesamtkosten summieren sich auf knapp 25 Millionen Euro. uk

Hier soll das neue Jugendhaus hin: Helmut Kleebank (Mitte) mit Erek Hilgendorf und Katharina Behrens.
Am Stein-Gymnasium wird die Grundlage für den MEB geschaffen.
Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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