SPD will Ratskeller nicht nur als Besprechungsraum nutzen
Duschen für die Rathausmitarbeiter

Die SPD will den Ratskeller „fit für sinnvolle Nutzungen“ machen. Im Hochbauausschuss wurde der gleichlautende Antrag auf die August-Sitzung vertagt. Denn die Machbarkeitsstudie fürs Rathaus soll erst nach den Sommerferien vorliegen.

Der Ratskeller im historischen Gewölbe des Rathauses hat viele Pleiten hinter sich. Erst war er Restaurant mit Kantine für die Mitarbeiter, später urige Kellerkneipe, in der noch in den 1990er Jahren die Stammband „Just for fun“ spielte. Alle gingen Pleite. 2006 sanierte dann die „Maredo“–Steakhauskette als neuer Betreiber den rund 750 Quadratmeter großen Keller, doch bei den Spandauern kam das Restaurant nicht an. Es zog vier Jahre später wieder aus und der Bezirk suchte via Interessenbekundungsverfahren nach einem neuen Betreiber für die „Gastronomieflächen in exponierter Lage“. Zuletzt probierten sich Ü-50-Partys im Basement aus. Dem Betreiber kündigte das Bezirksamt dann aber zu Ende September 2018. Es folgte ein Gerichtsverfahren. Seitdem heißt es im Keller „aus die Maus“.

Mit Andreas Otti (AfD) saß inzwischen auch ein neuer Stadtrat im Facility-Management. Und der kündigte an, den Ratskeller künftig für Besprechungen und Schulungen nutzen zu wollen. Also keine Gastronomie mehr. Ob das möglich ist, erarbeitet gerade eine Machbarkeitsstudie fürs gesamte Rathaus, das wie berichtet saniert werden soll.

Sitzungsraum, Umkleide, Fahrradabstellraum?

Der große Keller kann aber noch viel mehr als nur schnöder Sitzungsraum zu sein, sagte sich die SPD-Fraktion. Auch Sozialräume, Umkleiden, Duschen und Fahrradparkplätze für die Rathausmitarbeiter wären doch schön. Schließlich wolle das Bezirksamt auch ein fahrradfreundlicher Arbeitgeber sein. Also alles in einen Antrag gepackt und der BVV auf den Tisch gelegt. Doch die entschied Anfang April, den Antrag erst mal in den zuständigen Ausschuss für Hochbau und Liegenschaften zu überweisen. Dort sollte er am 27. Mai auch beraten werden, wurde aber vertagt. Denn die Machbarkeitsstudie, die auch den Ratskeller prüft, wird laut Stadtrat erst nach den Sommerferien vorliegen und somit nicht vor August im Ausschuss vorgestellt. Das hatte Andreas Otti allerdings schon in der letzten Ausschussitzung am 29. April mitgeteilt. Nur hat da offenbar keiner zugehört.

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