Howoge erarbeitet Sanierungskonzept
Ergebnisse für Carlo-Schmid-Oberschule erst 2020

Steigt die Schülerzahl weiter so dramatisch an, wird die Carlo-Schmid-Oberschule wohl einen Neubau brauchen.
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Neubau oder Sanierung? Für die Carlo-Schmid-Oberschule ist immer noch keine Entscheidung gefallen. Die Howoge sitzt noch über der Bedarfsplanung. Anfang 2020 sollen die Ergebnisse vorliegen – auch zur Kostenfrage.

Beim Schätzen liegt man schnell mal daneben. Das mag beim Spieleabend unter Freunden noch ganz lustig sein. Nicht aber, wenn es um die Schulen geht. Beispiel Carlo-Schmid-Oberschule. Für die gestresste Sekundarschule an der Lutoner Straße wird seit Jahren überlegt, ob sie weiter bis zum Optimum saniert oder doch abgerissen und neu gebaut wird. Zeitpläne und Kosten wurden geschätzt, dann wieder verworfen, Platz für die rund 1000 Schüler gesucht, die in der Bauzeit irgendwo unterkommen müssen, bis heute aber nicht gefunden wurde.

Dann sollte nach einem ersten Gebäudescan eine detaillierte Bestandsanalyse her, um den Sanierungs- und Kostenbedarf für beide Varianten zu klären. Die war wie berichtet schon für Mitte 2018 angekündigt und sollte nach einer Schätzung des Bezirksamtes etwa sechs Monate dauern. Begonnen hat die Howoge damit aber erst Anfang 2019. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft übernimmt im Auftrag des Senats große Schulsanierungen und Schulneubauten im Zuge der Schulbauoffensive. Die neu gebauten oder sanierten Schulen vermietet die Howoge dann nach Fertigstellung an die Bezirke zu einer Selbstkostenmiete.

Aktuell erarbeitet die Howoge 19 Schulprojekte parallel, davon fünf Schulen in und für Spandau. Bei so viel Arbeit wird das Ergebnis für die Carlo-Schmid-Oberschule erst „für das 1. Quartal 2020 erwartet“.

Die baulich-räumliche sowie die technische Bestandsermittlung und die Schadstoffanalyse der Bestandsbauten sind inzwischen laut Howoge aber abgeschlossen. Die Schadstoffanalytik des Grundstücks soll in Kürze folgen. Die Bestandsermittlung ist Teil der Bedarfsplanung, die die Howoge gerade abgestimmt mit Bezirksamt und Schule erstellt – inklusive Kostenermittlung. Der Bedarfsplan wiederum mündet in ein Sanierungskonzept. Ob am Ende tatsächlich ein Neubau kommt, entscheidet der Senat.

Das Bezirksamt ist für einen Neubau, rechnet hier aber mit einer mindestens dreijährigen Bauphase. Davor muss der Neubau noch geplant und ausgeschrieben werden, was etwa zwei Jahre Zeit kostet. „Die Sanierung dauert noch länger, da im laufenden Schulbetrieb saniert wird“, so Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD).

Thorsten Hartje fehlt dafür das Verständnis. „Spandau hat beim Thema Schule unter allen Bezirken die rote Laterne“, sagte der Vorsitzende des Spandauer Schulbeirats. „Senat und Howoge sollten hier eigentlich alle Kapazitäten bündeln.“ Es sei nicht aktzeptabel, dass der Notfall Carlo-Schmid-Oberschule immer wieder auf die lange Bank geschoben werde. Das gelte auch für die drei lange angekündigten neuen Schulsporthallen, unter anderem für das Lily-Braun-Gymnasium. „Dort sollte der Grundstein längst gelegt sein“, sagt Hartje. „Ebenso wie am Carl-Friedrich-von Siemens-Gymnasium. Dort streiten sich Bezirksamt und Senat wohl darum, wer die Bäume fällt.“

Autor:

Ulrike Kiefert aus Spandau

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