Wohin mit dem Post-Brunnen?
Neuer Standort steht noch nicht fest

Standhaft: Der Brunnen vor dem Abriss der Spandauer „Hauptpost“. Inzwischen wurde er umgesetzt.
  • Standhaft: Der Brunnen vor dem Abriss der Spandauer „Hauptpost“. Inzwischen wurde er umgesetzt.
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Wohin mit dem Post-Brunnen? Die Frage ist immer noch nicht abschließend geklärt. Spätestens Anfang März muss der Brunnen laut Investor aber runter vom Gelände.

Die alte Post an der Klosterstraße ist längst platt gemacht. Nur der Brunnen der Bildhauerin Ursula Sax ragt einsam aus der Ebene. Die Bauarbeiter haben ihn Richtung Dischinger Brücke versetzt. Die Investoren werden derweil ungeduldig. "Laut Bezirksamt soll der Brunnen bis Ende Februar, spätestens Anfang März runter sein von unserem Grundstück", sagt Agilolf Bachner, einer der beiden Geschäftsführer der Spandauer Ufer GmbH & Co. KG, die das Areal zum Stadtquartier "Spandauer Ufer" entwickelt. Denn auf dem freien Baufeld soll bald die alte unterirdische Abwasserdruckleitung raus. Und die verläuft quer übers ganze Grundstück. "Wir können den Brunnen während der Arbeiten nicht immerzu umsetzen", sagt Bachner. "Und erst recht nicht garantieren, dass er dabei keinen Schaden nimmt."

Der Brunnen muss also zwischengelagert werden, bis er einen neuen Platz hat. Spätestens seit 2017 ist das bekannt. Wobei der ein oder andere Bezirksverordnete damals vorgeschlagen hatte, ihn auf der Müllhalde zu entsorgen. Das will ernsthaft heute keiner mehr. Doch wo kommt er nun hin? Das (Wieder)Aufstellen des Brunnens inklusive langfristigem Unterhalt und Wartung der Pumpenanlage sei über den Bezirkshaushalt finanziell nicht abgesichert und somit nicht leistbar, teilt Kulturstadtrat Gerhard Hanke (CDU) auf eine kleine Anfrage des SPD-Fraktionschefs Christian Haß mit. Auch die Lagerung der Brunnen-Skulptur ist "derzeit nicht abschließend geklärt". Jedoch: "Das Bezirksamt ist zur Sicherung des Kunstwerks präventiv mit allen Beteiligten in Kontakt getreten, um die Schaffung vollendeter Tatsachen zu vermeiden", antwortet der Stadtrat weiter. Und: "Ein von der Künstlerin benannter Vertreter nimmt ihre Interessen zur Zukunft des Brunnens wahr."

Zwischenlager Betriebshof

In der Stadtteilvertretung Wilhelmstadt ist man da mitteilsamer. "Der Brunnen soll auf einem Betriebshof des Bezirksamtes zwischengelagert werden", sagt Sprecher Emilio Paolini. Was eigentlich schon hätte passiert sein sollen. Mit der Brunnen-Thematik beschäftigen sich die Stadtteilvertreter, weil das Post-Grundstück im "Sanierungsgebiet Wilhelmstadt" liegt. Deshalb ist das Gremium beteiligt und hat darum dem Bezirksamt eine Liste mit zehn möglichen Standorten für den Brunnen geschickt – unsortiert und ohne Gewichtung. "Das Bezirksamt soll selbst schauen, welches Bezirksgelände infrage kommt", erklärt Emilio Paolini. Folgende Standorte schlagen die Stadtteilvertreter vor: die Wiese an der Heerstraße Ecke Pichelsdorfer Straße, der Platz vor Thoben-Backwaren an der Wilhelmstraße 2, der Földerichplatz, das Freizeitgelände im Südpark, der dreieckige Platz zwischen Wilhelmstraße und dem ehemaligen Kriegsverbrechergefängnis, der Bahnhofsvorplatz in Richtung Seegefelder Straße, im Südpark auf dem ehemaligen Betriebsgelände des Bezirksamtes, vor dem "Wildwuchs" an der Götelstraße, auf der kleinen Grüninsel Götelstraße Ecke Weißenburger Straße oder am Kreuzfahrtterminal, wo der Buddy Bear steht. Emilio Paolini gefällt das Freizeitgelände im Südpark persönlich mit am besten. "Dort gibt es eine Wasseranlage, die gerade saniert wurde. Dort würde der Brunnen gut hinpassen und wäre auch mit Wasser versorgt."

Autor:

Ulrike Kiefert aus Spandau

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