Sporthallen werden früher geräumt: Flüchtlinge im OSZ ziehen im Juli aus

Spandau. Die zwei Sporthallen, die noch als Flüchtlingsquartiere genutzt werden, sollen früher frei werden als bisher bekannt. Die Bewohner ziehen in neue Häuser um.

Der Senat will die Sporthalle am Oberstufenzentrum für Bautechnik I (Knobelsdorff-Schule) an der Nonnendammallee 140 und die Bundeswehr-Turnhalle am Kladower Damm 182 früher frei ziehen als geplant. Darüber hat jetzt Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) informiert. Die zwei Sporthallen werden noch als Flüchtlingsunterkünfte genutzt.

Die Halle der Knobelsdorff-Schule wird demnach bereits im Juli geräumt. Bislang war von August die Rede. Die rund 200 Bewohner ziehen in die dann fertiggestellte Mobile Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne an der Schmidt-Knobelsdorf-Straße um. Belegt ist die OSZ-Halle seit Ende November 2015. Schule und Bezirkspolitiker hatten wiederholt auf einen schnellen Freizug gepocht.

Die Flüchtlinge in der Bundeswehr-Turnhalle wiederum sollen im September in das neue Containerdorf Am Oberhafen 31 in Spandau verlegt werden. Dafür gab es bis jetzt noch keinen Termin.

Geringer Zuzug spielt in die Karten

Der Bürgermeister spricht von einer „guten Nachricht für die Schulen und Sportler“ im Bezirk. „Offenbar geht es mit den Containerstandorten besser voran als zunächst angenommen.“ Dabei würden auch die derzeit niedrigen Zugangszahlen eine Rolle spielen, so Kleebank.

Für Spandau sei vor allem der Standort in Siemensstadt als Schul- und Vereinssporthalle von Bedeutung. Die OSZ-Halle gehört aber nicht dem Bezirk, sondern dem Land Berlin. Daher müsse die zuständige Senatsverwaltung so schnell wie möglich die Sanierung der Halle am Oberstufenzentrum sicherstellen. uk

Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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