Soll der Bezirk einen achten Ortsteil erhalten?
Bezirksamt schlägt Bürgerbefragung zu Schlachtensee vor

Wie geht es weiter mit der Initiative Schlachtensee? Gegründet vor rund zwei Jahren, setzt sie sich dafür ein, dass die Ortslage Schlachtensee zum achten, offiziellen Ortsteil in Steglitz-Zehlendorf wird.

Bereits im Juni 2017 hatte die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) beschlossen, den Vorschlag prüfen zu lassen. Aber erst im Dezember vergangenen Jahres legte das Bezirksamt der BVV eine Vorlage zur Kenntnisnahme vor. Darin ging es unter anderem um die möglichen Abgrenzungen des neuen Ortsteils.

So könnten die Ende des 19. Jahrhunderts gegründeten Villenkolonien Schlachtensee-West und Schlachtensee-Ost schon allein aufgrund ihres Namens zu Schlachtensee gezählt werden, ebenso der See. In der Variante B sei es denkbar, auch das Studentendorf Schlachtensee, die Kolonie Neu-Zehlendorf und das Hubertus-Krankenhaus einzubeziehen. Bei der dritten Option könnten zusätzlich die Waldflächen nördlich des Sees bis zum Hüttenweg hinzukommen und der Elvirasteig die nordöstliche Grenze des neuen Ortsteils definieren.

In jedem Fall wäre die zum S-Bahnhof Schlachtensee führende Breisgauer Straße das Rückgrat des Ortsteils und nicht mehr genau in der Mitte geteilt und damit die Grenze zwischen Zehlendorf und Nikolassee. In Variante A hätte der neue Ortsteil rund 6200 Einwohner, beim zweiten Modell 8200 und in Variante C etwa 8500.

Verwaltung warnt vor Nachahmer-Effekt

In der Vorlage warnt die Verwaltung allerdings davor, dass es Nachahmer geben könnte. So heißt es, dass auch in anderen Ortslagen „entsprechende Begehrlichkeiten“ entstehen könnten unter anderem in Düppel, Schönow, Stolpe, Lichterfelde West. Des Weiteren schlägt das Bezirksamt eine Befragung der Bürger im betroffenen Gebiet vor und hat aufgeschlüsselt, welche Kosten auf den Bezirk zukommen könnten. Eine einfache Befragung würde rund 20 000 Euro Kosten, würde sie in den erweiterten Ortsteil-Varianten druchgeführt müsse mit 3000 Euro pro 1000 Einwohner gerechnet werden. Die Änderung der Ortsteilgrenzen in amtlichen Karten schlägt mit 3000 Euro zu Buche. Diese Summen seien im Haushaltsplan zu berücksichtigen.

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