Mitmachen und mitgestalten
Kinder und Jugendliche werden zu Plätzen, Parks und U- und S-Bahnhöfen befragt

Bei der Aktion „Motz mal“ konnten die Jugendlichen im Harry-Bresslau-Park schon einmal mitteilen, was ihnen nicht gefällt.
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  • Bei der Aktion „Motz mal“ konnten die Jugendlichen im Harry-Bresslau-Park schon einmal mitteilen, was ihnen nicht gefällt.
  • Foto: Foto: Auf die Plätze SZ
  • hochgeladen von Karla Rabe

Der Verein Nachbarschaftshaus Wannseebahn startet in diesem Sommer ein Projekt im Rahmen der aufsuchenden Jugendsozialarbeit. Dabei geht es darum, dass Kinder und Jugendliche ihre Wünsche und Gedanken zu öffentlichen Räumen äußern, in denen sie sich oft aufhalten.

Öffentliche Räume haben für junge Menschen wichtige Funktionen für Sozialisation und Identitätsentwicklung. Sie sind Treffpunkte, Bühnen der Repräsentation, Rückzugs- oder Erkundungsräume aber auch Orte der Auseinandersetzung mit Erwachsenen. Nicht selten kommt es an solchen Plätzen zu Konflikten mit den Nachbarn. Doch nicht nur zwischen Nachbarn oder Gewerbetreibende und den Jugendlichen Nutzern sowie unterschiedlichen Jugendgruppen kommt es mitunter zu Auseinandersetzungen. Auch von Übergriffen und andere Kriminalitätsdelikten sind Jugendliche zuweilen betroffen. Die Jugendlichen fühlen sich zunehmend unsicher an bestimmten Orten und haben Angst. Solche Angsträume oder Konfliktorte sind meist öffentliche Plätze, Parks, U- und S-Bahnhöfe, größere Einkaufszentren oder im Sommer die Badeseen.

Mit dem Projekt „Auf die Plätze….“ sollen diese Orte genauer unter die Lupe genommen werden und präventive Maßnahmen entwickeln werden. Dafür müssen zunächst die Ursachen benannt werden. Das Nachbarschaftshaus Wannseebahn möchte daher in Kooperation mit dem deutschfranzösischen interdisziplinären Kollektiv „Pop-Up Ma Parole“ einen interaktiven und offenen Austausch im öffentlichen Raum initiieren. Mit Hilfe innovativer, künstlerischer und interaktiver Aktionen wie Installationen im öffentlichen Raum soll für Aufmerksamkeit gesorgt und damit der Dialog und Austausch zwischen den Nutzergruppen gefördert werden. Am Ende sollen diese Aktionen dazu führen, betroffene Orte aufzuwerten, Präventionsmaßnahmen auf andere Bereiche im Sozialraum und die bezirklichen Fachämter zu erweitern und damit zugleich die Jugendarbeit zu stärken.

Angesprochen sind junge Menschen ab zwölf Jahre, die ihre Ideen, Wünsche und Bedürfnisse für die Gestaltung öffentlicher Räume äußern möchten. In den Offenen Werkstätten und den Pop-Up-Aktionen können sie sägen, sprayen oder hämmern und so ihre Vorstellungen sichtbar werden lassen.

Termine für die Offenen Werkstätten sind am Montag, 26. Juli, 10 bis 18 Uhr, YouKunst-Schule Campus Albert Schweitzer, Am Eichgarten 4. Am Montag, 2. August, 11 bis 19 Uhr sowie am Montag, 9. August, 14 bis 20 Uhr, lädt die Jugendfreizeiteinrichtung (JFE) Schottenburg in der Sundgauer Straße zu Offenen Werkstätten ein.

Im Anschluss gibt es drei Pop-Up Aktionen in Parks des Bezirks, bei denen ebenfalls die Meinung der Jugendlichen gefragt ist. Die Orte sind vom 29. bis 31. Juli im Stadtpark Steglitz, vom 4. bis 8. August im Schönower Park und am 11. und 12. August im Harry-Bresslau-Park.

Weitere Informationen gibt es auf aufdieplätze-sz.de/. Hier ist auch ein Kontaktformular zur Anmeldung für die Teilnahme an einem Werkstatt-Termin zu finden.

Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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