Nur 737 Wohnungen in zwei Jahren
Im Bezirk wird gebaut – aber nicht viel

Wie viele Wohnungen haben landeseigene Gesellschaften in den Bezirken errichtet? Wie viele sind es in den nächsten Jahren? Das wollte der CDU-Abgeordnete Christian Gräff wissen. Die Antwort zeigt: In Tempelhof-Schöneberg sind es nicht besonders viele.

Genau 94 Wohnungen wurden im vergangenen Jahr im Bezirk bezugsfertig, bis Mitte dieses Jahres war es noch keine einzige, teilt Sebastian Scheel (Die Linke) mit, der zurzeit der Antwort noch Staatssekretär bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen war und inzwischen zum Senator für dieses Ressort aufgestiegen ist.

In den kommenden zwei Jahren wollen die Wohnungsbaugesellschaften in Tempelhof-Schöneberg insgesamt 737 Wohnungen fertigstellen. Der Anteil von preisgebundenem Wohnraum ist dabei relativ hoch, 2019 war es gut die Hälfte, 2021 sind es sogar fast 80 Prozent, 2022 nahezu ein Drittel. Zum Hintergrund: Laut Kooperationsvereinbarung (Berliner Modell) haben sich die öffentlichen Gesellschaften verpflichtet, 30 Prozent der Wohnungen für Menschen mit einem Berechtigungsschein vorzuhalten.

Die Berliner Schlusslichter in Sachen landeseigene Neubauten sind übrigens Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf. Hier werden im gesamten betrachteten Zeitraum gerade einmal 111 beziehungsweise 441 Wohnungen errichtet.

Die Boomtowns befinden sich dagegen im Osten der Stadt. Marzahn-Hellersdorf wuchs und wächst zwischen 2019 und 2022 um mehr als 5000 Wohnungen, in Lichtenberg und Treptow-Köpenick sind es über 4000.

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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