Drei Milieuschutzgebiete in Sicht
Befragungen in Mariendorf, Friedenau und am Wittenbergplatz

Acht Milieuschutzgebiete gibt es im Tempelhof-Schöneberg bereits, drei könnten hinzukommen – in Mariendorf, Friedenau und rund um den Wittenbergplatz.

Das Bezirksamt untersucht in den nächsten Monaten, ob die Voraussetzungen für eine „soziale Erhaltungsverordnung“ erfüllt sind. Eine der wesentlichen Bedingungen ist der Nachweis, dass angestammte Bewohner Gefahr laufen, aus ihrem Kiez verdrängt zu werden. Gelingt er, werden die Gebiete unter Schutz gestellt. Dann ist es für die Hauseigentümer sehr viel schwieriger, aufwendige Sanierungen genehmigt zu bekommen oder Miet- in Eigentumswohnungen umzuwandeln.

Wo genau laufen die Untersuchungen? In Mariendorf geht es um das Quartier zwischen Teltowkanal, Ringstraße und Alt-Mariendorf. Dazu kommen die Gebäude beiderseits des Mariendorfer Damms, jene zwischen Westphalweg und Eisenacher Straße sowie die Wohnhäuser rund um die Kolonie Morgengrauen.

In Friedenau wird das Areal zwischen Bezirksgrenze im Westen und Süden, S-Bahnlinie 1 im Osten und Autobahntrasse im Norden unter die Lupe genommen. Das Untersuchungsgebiet Wittenbergplatz liegt zwischen Bezirksgrenze im Westen und Norden, Nollendorfplatz und Else-Lasker-Schüler-Straße im Osten. Im Süden soll es im Wesentlichen an der Lietzenburger, Kleist- und Fuggerstraße enden.

Um herauszufinden, wie die aktuelle Lage ist, beginnen nun stichprobenhafte Haushaltsbefragungen. Das Stadtplanungsamt muss aber nicht warten, bis die Ergebnisse vorliegen. Es kann schon jetzt die Genehmigung von baulichen Vorhaben oder die Umwandlung in Eigentumswohnungen um bis zu ein Jahr zurückstellen oder vorläufig untersagen. Grundstückseigentümer und Bauherren sollten also darauf achten, dass ihre Planungen dem Milieuschutz nicht widersprechen und bei Fragen das Stadtplanungsamt kontaktieren.

Baustadtrat Jörn Oltmann (Grüne) sagt: „Es ist und bleibt wichtig, dass wir den schleichenden Verdrängungsprozessen Einhalt gebieten. Es muss für Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen möglich sein, ihre Wohnung zu bezahlen und behalten zu können. Deshalb werden wir auch weiterhin das Instrument des Milieuschutzes konsequent anwenden.“

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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