BVV-Planspiel ist auf dem Weg
Bezirkspolitik soll für junge Menschen interessanter werden

Für das Kalenderjahr 2019 laufen die Vorbereitungen, ein Planspiel in der Bezirksverordnetenversammlung zu organisieren. Damit soll in Zukunft bei mehr Jugendlichen Interesse für Bezirkspolitik geweckt werden.

Die Idee kommt von der jüngsten Bezirksverordneten, Lea Schiefelbein (22) von den Grünen. „Wenn ich mit jungen Menschen über Bezirkspolitik spreche, ist das für sie wie etwas Weltfremdes, das nicht in ihre Lebensrealität gehört. Wollen sie aber ihre Meinung repräsentiert sehen in der Welt von morgen, müssen sie heute Teil des Prozesses sein“, sagte sie Anfang Juli in einem Interview mit der Berliner Woche. Ihr Konzept beschrieb sie dabei wie folgt: „Junge Menschen sollen sich in die Rolle von Bezirksverordneten versetzt fühlen und letztendlich die gleichen Sachen machen wie wir auch. Sie sollen lernen: Wie schreibe ich einen Antrag? Welchen Prozess muss dieser durchlaufen, bis er in die BVV kommt? Wie ist die Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt?“

Mit ihrem Vorschlag hat Lea Schiefelbein offenbar überzeugen können, wie sich einer Erklärung des BV-Vorstehers Stefan Böltes (SPD) entnehmen lässt. Demnach hat sich der Vorstand seit dem Sommer in zwei Sitzungen mit der Durchführung auseinandergesetzt, Angebote geprüft und zu diesem Zweck die Stiftungen der im Bundestag vertretenen Parteien angeschrieben. „Der Vorstand wird unter Berücksichtigung der Ergebnisse dieser Prüfung die Friedrich-Ebert-Stiftung mit der Durchführung eines solchen Planspiels beauftragen und geht dabei davon aus, dass dieses im Kalenderjahr 2019 durchgeführt werden kann“, so Stefan Böltes. „Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis und vertraue in dem Fall der Friedrich-Ebert-Stiftung, die bereits Erfahrungen mit kommunalen Jugendplanspielen hat“, freut sich Lea Schiefelbein. Die Zusammenarbeit des Bezirks mit einer Stiftung sei wichtig. „Diese ist nicht Teil des kommunalpolitischen Apparates, so bleibt das Planspiel neutral und davor bewahrt, von sehr individuellen Gesichtspunkten aus gestaltet zu werden.“

Durch regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Vorstand der BVV und dem Bezirksamt könne zugleich etwas entstehen, das der Kommunalpolitik Tempelhof-Schönebergs sehr nahekomme. „Ich wünsche mir, dass das Planspiel weiterentwickelt und Kritik hierfür regelmäßig mit einbezogen wird“, so Schiefelbein.

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