Ein sommerlicher Mix der Kulturen
Verein TIK Berlin macht Jugendlichen vielfältiges, kostenloses Ferienangebot

Alena Schmidt (hinten rechts) will Jugendliche verschiedener Kulturen zusammenbringen. Jessica Grell, Marie Gürtler (stehend), Tim Christmann und Jenny Sanne sind Masterstudenten der HTW und unterstützen den Verein im Rahmen eines Studienprojekts.
  • Alena Schmidt (hinten rechts) will Jugendliche verschiedener Kulturen zusammenbringen. Jessica Grell, Marie Gürtler (stehend), Tim Christmann und Jenny Sanne sind Masterstudenten der HTW und unterstützen den Verein im Rahmen eines Studienprojekts.
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Am 20. Juni beginnen die Ferien. Viele Familie werden verreisen. Nicht wenige bleiben jedoch auch in der Stadt, weil sie sich beispielsweise einen Urlaub nicht leisten können. Der Verein TIK Berlin bietet ein komplett kostenloses Ferienprogramm an.

Gegründet wurde TIK, der Treff- und Informationspunkt für Kinder und Jugendliche, 1990 von einer Gruppe Eltern. Sie wollten eine Beratung und möglichst kostengünstige Betreuung von Kindern und Jugendlichen aller Nationalitäten und Kulturkreise während und außerhalb der Schulzeit ermöglichen. Schulen und Eltern sollten durch den Verein bei einer sinnvollen Freizeitgestaltung ihrer Kinder unterstützt werden. Seit einigen Jahren führt er in den Sommerferien einen sogenannten talentCAMPus durch. Dieser ist Teil des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Damit werden bis 2022 außerschulische Angebote der kulturellen Bildung finanziert.

Beim TIK, Friedrich-Franz-Straße 11b, bedeutet dies, dass vom 24. Juni bis 19. Juli für 14- bis 18-Jährige Kreativunterricht in Fächern wie Theater, Spiel, Tanz, Beatbox und Fotografie angeboten wird. Ein Kurs widmet sich der Herstellung von Naturkosmetik, ein anderer dem Bemalen von Henna-Tattoos. Eine Maskenbildnerin formt mit den Teilnehmern künstliche Nasen, die bei einem Fotoshooting verwendet werden. Die Jugendlichen sollen alles testen und so herausfinden, welche Talente in ihnen stecken. Sie unternehmen auch Ausflüge. In den Vorjahren besuchten sie beispielsweise eine Virtual-Reality-Erlebniswelt am Potsdamer Platz, tobten sich im Trampolinpark in Marienfelde aus oder spielten Bubble-Fußball auf dem Tempelhofer Feld.

Jeden Vormittag bietet der Verein Deutsch- und Englisch-Unterricht in verschiedenen Lernstufen an. „Es kommen Jugendliche aus Afrika, Asien und Europa zu uns“, berichtet Alena Schmidt, Projektverantwortliche für den talentCAMPus. Waren die Sprachbarrieren anfangs groß – Schmidt erinnert sich an das Jahr 2015, als mehr als eine Million Menschen nach Deutschland flüchtete – können sich alle Jugendlichen heute in Deutsch unterhalten. Um einen „bunten Kurs“ zu bekommen, wie ihn sich Alena Schmidt wünscht, möchte sie noch mehr deutsche Jugendliche zur Teilnahme am talentCAMPus motivieren. Wie gerufen kommt ihr diesbezüglich die Unterstützung von Masterstudenten des Studiengangs Facility Management der Hochschule für Technik und Wirtschaft. Im Rahmen eines Studienprojekts sollten sie eine Nonprofit-Organisation bei einem Pilotprojekt unterstützen, wie Studentin Jessica Grell erklärt. Den Kontakt zum TIK habe dann die „Stiftung Gute Tat“ hergestellt.

Um in unmittelbarer Nachbarschaft auf das Ferienangebot aufmerksam zu machen, fertigten die Studenten Plakate und Flyer an und verteilten sie in Tempelhofer Schulen, Arztpraxen, Bäckereien und Sportvereinen. Für Instagram und Facebook überlegten sie sich ein ansprechendes Konzept und baten unter anderem auch die Berliner Woche um Bekanntmachung. Alles mit dem Ziel, während der Sommerferien einen multikulturellen Austausch stattfinden zu lassen.

Für die Teilnahme am talentCAMPus ist eine Einverständniserklärung der Eltern erforderlich. Alle Infos auf https://www.tik-berlin.de/sommerkurs2019-2/. Kontakt unter info@tik-berlin.de und Telefon 75 65 23 81.

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