Großes Luftbrücken-Fest angekündigt
Am 12. Mai wird auf dem Vorfeld des Flughafens gefeiert

Erinnert seit 1951 an die Ereignisse: die "Hungerharke" auf dem Platz der Luftbrücke.
  • Erinnert seit 1951 an die Ereignisse: die "Hungerharke" auf dem Platz der Luftbrücke.
  • Foto: Philipp Hartmann
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Exakt 70 Jahre nach dem Ende der Luftbrücke wird Berlin am 12. Mai eine große Jubiläumsfeier veranstalten. Das hat die Senatskanzlei angekündigt. Auf dem Vorfeld des ehemaligen Flughafens Tempelhof ist von 12 bis 19 Uhr ein umfangreiches Programm geplant.

Damit soll an das Ende der Berlin-Blockade am 12. Mai 1949 erinnert werden. Fast ein Jahr hatten die Alliierten West-Berlin aus der Luft versorgt, weil die Landwege gesperrt waren. Am 24. Juni 1948 hatte die Sowjetunion die Blockade verhängt. „Die Luftbrücke ist eine grandiose logistische und technische Leistung gewesen, die Blockade der Millionenstadt mit friedlichen Mitteln zu brechen“, so der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD). „Wir vergessen dabei nicht, dass die Luftbrücke insbesondere unter dem fliegenden Personal viele Opfer gefordert hat. Vor allem aber ist durch den gemeinsamen Einsatz der Berliner und der alliierten Mächte aus der auch durch Humanität getragenen und zunächst völlig utopisch erscheinenden Luftbrücke eine neue Verbindung zwischen Besatzern und deutscher Bevölkerung entstanden.“

Geplant ist zum Jubiläum unter anderem eine Installation, die mit alten Film- und Fotoaufnahmen Eindrücke der damaligen Ereignisse vermittelt. In einem der Hangars werden Original-Exponate die Logistik und Planung der Luftbrücke sowie den persönlichen und humanitären Einsatz dokumentieren. Am Programm, für das die Tempelhof Projekt GmbH verantwortlich ist, sind das Alliiertenmuseum, das Militärhistorische Museum Gatow, Care e.V., das Deutsche Technikmuseum, die Erinnerungsstätte Luftbrücke sowie die Deutsche Fernsehlotterie beteiligt. Auf einer Bühne wird es Musik aus den USA, Großbritannien, Frankreich und anderen Ländern geben. Geplant sind außerdem Zeitzeugeninterviews. Parallel dazu stellen auf dem Vorfeld die Berliner Polizei und Bundespolizei, Feuerwehr, Bundeswehr, DRK, Johanniter, Arbeiter-Samariter-Bund, Technisches Hilfswerk und das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen ihre Arbeit vor.

„Das Fest bietet Gelegenheit zum fröhlichen Feiern und zum Informieren über die vielen spannenden Einzelheiten des Geschehens vor 70 Jahren. Tempelhof ist als authentischer historischer Ort der Luftbrücke dafür der ideale Platz“, so Michael Müller. Unabhängig davon hat der „Förderverein Luftbrücke Berlin 70“ angekündigt, am 15. und 16. Juni (17 beziehungsweise 13 Uhr) mit seinen Rosinenbombern das Brandenburger Tor und das Tempelhofer Feld zu überfliegen. Eine Landung am Flughafen Tempelhof wird es wohl nicht geben.

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